Gold und Silber erleben schlimmsten Monat seit über einem Jahrzehnt
Die Edelmetallpreise brechen im März massiv ein – Gold verliert über 13 Prozent, Silber sogar 24 Prozent.

Gold- und Silber-Futures steuern auf ihren historisch schlechtesten Monat zu. Gold-Futures verzeichneten zum Monatsende ein Minus von mehr als 13 Prozent, was einem Rückgang von über 700 US-Dollar je Feinunze entspricht. Auf Dollar-Basis wäre dies der größte monatliche Einbruch aller Zeiten.
Der prozentuale Rückgang bei Gold ist der stärkste seit dem Börsencrash im Oktober 2008. Damals erschütterte die globale Finanzkrise die Märkte – nun sorgt ein anderes Szenario für den Ausverkauf. Anleger bewerteten den künftigen Zinspfad neu und realisierten Gewinne nach zuvor erreichten Rekordhochs.
Ein weiterer Belastungsfaktor: Investoren beschafften Kapital, um Verluste aus Fehlwetten zu Beginn des Konflikts zwischen dem Iran und den USA zu decken. Solche erzwungenen Verkäufe verstärken Kursrückgänge erheblich und treffen selbst als sicher geltende Anlageklassen wie Edelmetalle.
Silber trifft es noch härter
Noch dramatischer ist die Lage beim Silber. Die Silber-Futures verloren bei nur noch einem verbleibenden Handelstag im März mehr als 22 US-Dollar je Feinunze. Prozentual entspricht das einem Rückgang von 24 Prozent – der stärkste Einbruch seit September 2011.
Auf Dollar-Basis steuert Silber ebenfalls auf seinen historisch größten monatlichen Verlust zu. Silber gilt als volatiler als Gold, da das Metall sowohl als Industrierohstoff als auch als Wertanlage gefragt ist. In Krisenzeiten können beide Faktoren gleichzeitig wegbrechen.
Für deutsche Anleger, die über ETCs oder Zertifikate in Edelmetalle investiert sind, bedeutet der März einen erheblichen Wertverlust. Langfristig orientierte Investoren beobachten jedoch, ob die aktuellen Niveaus eine Einstiegsgelegenheit bieten – nach den Rekordhochs der vergangenen Monate.
