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Gold, Silber und Südkorea: Momentum-Trades 2026 unter Druck

Geopolitische Spannungen im Iran treffen die diesjährigen Marktfavoriten hart und lösen breite Verkaufswellen aus.

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Gold, Silber und Südkorea: Momentum-Trades 2026 unter Druck

Die erfolgreichsten Anlagethemen des Jahres 2026 geraten ins Wanken. Gold, Silber und südkoreanische Aktien verzeichneten am Dienstag deutliche Kursverluste, ausgelöst durch die Sorge, dass der Konflikt im Iran länger andauern könnte als ursprünglich erwartet. Alle drei galten in diesem Jahr als bedeutende Momentum-Trades – also Investments, die aufgrund starker Kursgewinne weitere Anlegergelder anziehen.

Der Hintergrund ist verständlich: Der S&P 500 hat in den vergangenen drei Jahren kumuliert rund 64 Prozent zugelegt, liegt 2026 aber mit einem Prozent im Minus. Viele Anleger suchten deshalb nach Alternativen zu US-Technologieaktien mit hoher Marktkapitalisierung und wurden bei Gold, Silber und Südkorea fündig.

Warum diese drei Assets so beliebt waren

Gold profitierte von der globalen Diversifizierungsstrategie der Zentralbanken, die ihre Reserven zunehmend weg vom US-Dollar verlagern. Optimistische Anleger spekulierten bereits auf einen Goldpreis von 6.000 US-Dollar je Unze – ein Niveau, das noch vor wenigen Jahren undenkbar schien.

Silber überzeugte mit einer engen Angebots-Nachfrage-Dynamik und bedeutenden industriellen Einsatzmöglichkeiten im Bereich Künstliche Intelligenz. Südkorea wiederum profitierte von der weltweiten Nachfrage nach Speicherchips: Samsung Electronics legte seit Jahresbeginn mehr als 50 Prozent zu, SK Hynix immerhin rund 44 Prozent. Beide Schwergewichte dominieren den südkoreanischen Kospi-Index.

Ölpreisanstieg schürt Inflationsängste

Die Eskalation im Iran trieb die Energiepreise deutlich nach oben. Die internationale Referenzsorte Brent Crude kletterte auf über 84 US-Dollar je Barrel, WTI-Rohöl stieg auf mehr als 77 US-Dollar. Die steigenden Ölpreise schürten Inflationsängste und sorgten für eine breite Verkaufswelle an den Märkten.

Besonders auffällig: Selbst Gold wurde von den Abverkäufen erfasst – ungewöhnlich für einen klassischen sicheren Hafen, der in Krisenzeiten normalerweise gefragt ist. Anleger schienen wahllos Positionen aufzulösen, bei denen sie befürchteten, dass die Kurse zu weit und zu schnell gestiegen waren. Das Muster zeigt, wie fragil Momentum-Strategien in einem von Unsicherheit geprägten Marktumfeld sein können.

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