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Goldpreis nahe Allzeithoch: Nahost-Eskalation treibt Anleger in Sicherheit

Der Goldkurs springt auf 5.393 Dollar – geopolitische Spannungen im Nahen Osten befeuern die Nachfrage nach dem Edelmetall.

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Goldpreis nahe Allzeithoch: Nahost-Eskalation treibt Anleger in Sicherheit

Der Goldpreis hat zu Beginn der Handelswoche einen kräftigen Satz nach oben gemacht. Am Montag, dem 2. März 2026, kletterte die Feinunze in der Spitze auf 5.393 US-Dollar – ein Zuwachs von 2,2 Prozent gegenüber dem Freitagsschluss. Damit rückt das Edelmetall wieder gefährlich nah an sein Ende Januar markiertes Allzeithoch von knapp 5.600 Dollar heran.

Auslöser ist die dramatische Eskalation im Nahen Osten. Laut Berichten der Nachrichtenagentur dpa führten Israel und die USA am Wochenende Angriffe auf den Iran durch, bei denen Ajatollah Ali Chamenei ums Leben kam. Die anschließenden iranischen Gegenangriffe und die Sperrung der Straße von Hormus – einer der wichtigsten Energiehandelsrouten der Welt – haben die Risikoaversion an den Finanzmärkten massiv erhöht. In solchen Krisenzeiten flüchten Anleger traditionell in Gold als sicheren Hafen.

Beeindruckende Rallye seit Jahresbeginn

Die aktuelle Bewegung ist kein Einzelereignis, sondern Teil eines anhaltenden Aufwärtstrends. Nachdem der Goldpreis nach dem Januar-Rekordhoch zeitweise unter 4.500 Dollar gefallen war, setzte eine kräftige Erholung ein. Seit Ende 2025 hat das Edelmetall rund ein Viertel an Wert gewonnen. Das folgt auf ein außergewöhnliches Jahr 2025, in dem Gold mit einem Plus von 65 Prozent das stärkste Jahresergebnis seit 1979 erzielte.

Bereits Ende Januar hatte der Goldpreis neue Rekorde aufgestellt. Am 28. Januar 2026 durchbrach die Feinunze die Marke von 5.311 Dollar – angetrieben von Aussagen von US-Präsident Donald Trump, der einen schwächeren Dollar nicht als Problem betrachtete. Da Gold in Dollar gehandelt wird, macht ein schwacher Dollar das Edelmetall für internationale Anleger günstiger und steigert die Nachfrage. In nur eineinhalb Wochen legte der Kurs damals um fast 700 Dollar oder rund 15 Prozent zu.

Hinter der Rallye steckt ein komplexes Geflecht aus Treibern. Neben geopolitischen Krisen sorgen massive Käufe internationaler Notenbanken für Rückenwind. Experte Stephen Innes vom Vermögensverwalter SPI Asset Management beobachtet, dass insbesondere die Zentralbanken Chinas und Indiens verstärkt Gold akkumulieren – als Absicherung gegen Sanktionsrisiken und wachsende Staatsverschuldung weltweit.

Historische Meilensteine im Schnelldurchlauf

Die Geschwindigkeit des Anstiegs ist bemerkenswert. Während der Goldpreis einst ein Jahrzehnt benötigte, um von 1.000 auf 2.000 Dollar zu steigen, legte er allein im Jahr 2025 mehr als 2.000 Dollar zu. Am 26. Januar 2026 übersprang die Feinunze erstmals die 5.100-Dollar-Marke, nur wenige Tage nachdem sie am 21. Januar die 4.800-Dollar-Schwelle geknackt hatte.

Zusätzlich zu den geopolitischen Spannungen im Nahen Osten belasteten Anfang 2026 auch die handelspolitischen Verwerfungen rund um den Grönland-Konflikt das Marktsentiment. Trumps Zolldrohungen gegen europäische Staaten schürten Sorgen vor einem neuen transatlantischen Handelskrieg und trieben Anleger in Sachwerte. Angesichts der weiterhin ungelösten geopolitischen Konflikte und strukturellen Marktrisiken sehen Analysten vorerst kaum Anzeichen für eine grundlegende Trendwende beim Goldpreis.

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