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Europäische Gaspreise steigen trotz Trumps Iran-Feuerpause leicht

Britische und niederländische Großhandelspreise legen am Freitag zu – der TTF-Hub notiert bei 55,11 Euro je Megawattstunde.

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Europäische Gaspreise steigen trotz Trumps Iran-Feuerpause leicht

Die europäischen Gaspreise haben am Freitagmorgen leicht zugelegt und folgen damit der Aufwärtsbewegung an den Ölmärkten. Der niederländische TTF-Benchmark-Kontrakt für den Folgemonat notierte gegen 10:12 Uhr GMT bei 55,11 Euro pro Megawattstunde – nahezu unverändert, aber mit leicht positivem Vorzeichen. Auslöser war die anhaltende Unsicherheit rund um den Iran-Konflikt, obwohl US-Präsident Donald Trump die Pause bei Angriffen auf iranische Energieanlagen verlängerte.

Die Straße von Hormus spielt dabei eine zentrale Rolle: Etwa ein Fünftel des weltweiten Flüssigerdgases (LNG) passiert normalerweise diese strategisch bedeutsame Wasserstraße am Persischen Golf. Seit die USA und Israel am 28. Februar mit Angriffen auf den Iran begannen, ist der Schiffsverkehr durch die enge Meerenge nahezu zum Erliegen gekommen. Jede Eskalation in der Region könnte die globalen LNG-Lieferketten empfindlich treffen.

Hormus-Risiko belastet Energiemärkte

Für europäische Gasimporteure ist die Lage besonders heikel. Europa hat nach dem Rückzug aus russischen Gaslieferungen stark auf LNG-Importe aus dem Nahen Osten, den USA und anderen Regionen gesetzt. Eine anhaltende Blockade der Straße von Hormus würde die Versorgungssicherheit des Kontinents direkt gefährden und die Preise weiter antreiben.

Die Märkte reagieren aktuell verhalten, da Trumps Verlängerung der Angriffspause kurzfristig Entspannung signalisiert. Dennoch bleibt die Lage fragil: Jede neue militärische Eskalation könnte die Energiepreise schlagartig nach oben treiben. Anleger und Energieversorger beobachten die geopolitische Entwicklung daher mit großer Aufmerksamkeit.

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