Energiesicherheit unter Druck: Europa schwenkt um, Mexiko kämpft mit Unglücken
Geopolitische Spannungen im Nahen Osten und Betriebsunfälle in Mexiko erschüttern die globale Energieversorgung.

Die globale Energieversorgung steht unter massivem Druck. Während der Konflikt im Nahen Osten die europäischen Gasmärkte erschüttert, sorgt eine Explosionskatastrophe bei Mexikos Staatskonzern Pemex für Schlagzeilen. Beide Krisen offenbaren die strukturellen Schwächen fossiler Energieinfrastruktur.
In Europa haben die Auseinandersetzungen rund um den Iran die Benchmark-Gaspreise um mehr als 60 Prozent in die Höhe getrieben. Besonders schwerwiegend ist die Blockade der Straße von Hormuz, durch die rund 8 Prozent des europäischen Flüssiggases (LNG) transportiert werden. Angriffe auf das katarische LNG-Terminal Ras Laffan haben zudem schätzungsweise 17 Prozent der weltweiten LNG-Kapazität lahmgelegt – ein Versorgungsdefizit, das Analysten auf Jahre hinaus erwarten.
Obwohl erneuerbare Energien 2025 erstmals mehr europäischen Strom lieferten als fossile Brennstoffe, bleibt der Kontinent für Industrie und Heizung stark von Gasimporten abhängig. Norwegens Equinor produziert bereits an seiner Kapazitätsgrenze von 2,14 Millionen Barrel Öläquivalent täglich – Spielraum für Kompensation fehlt.
Europas klimapolitische Kehrtwende
Deutsche Wirtschafts- und Energieministerin Katherina Reiche brachte die neue Prioritätensetzung auf den Punkt: Die EU habe „Nachhaltigkeit überschätzt
