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Chinas Exportstopp für strategische Rohstoffe in die USA

Neue Handelsbeschränkungen verschärfen Spannungen und treffen kritische Materialien für Hightech-Industrien

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Chinas Exportstopp für strategische Rohstoffe in die USA

China hat angekündigt, den Export von Gallium, Germanium, Antimon und superharten Materialien in die USA zu verbieten. Laut einer Mitteilung des Handelsministeriums in Peking tritt diese Maßnahme sofort in Kraft. Die betroffenen Materialien gelten als sogenannte Dual-Use-Güter, da sie sowohl für zivile als auch militärische Zwecke genutzt werden können. Das Verbot wird mit der Wahrung der nationalen Sicherheit und Interessen Chinas begründet. Zusätzlich soll der Endverwendungszweck für Graphitexporte in die USA strenger kontrolliert werden.

Das Handelsministerium erklärte, dass der Export dieser Rohstoffe in die USA grundsätzlich nicht mehr erlaubt sei. Diese Einschränkungen intensivieren die bereits bestehenden Beschränkungen für den Export strategischer Rohstoffe, die Peking im vergangenen Jahr eingeführt hat. Die neuen Regelungen betreffen jedoch ausschließlich die Vereinigten Staaten und unterstreichen die zunehmenden Spannungen zwischen den beiden größten Volkswirtschaften der Welt.

Laut chinesischen Zolldaten gab es in diesem Jahr bis Oktober keine Exporte von unlegiertem oder verarbeitetem Germanium und Gallium in die USA. Noch ein Jahr zuvor waren die Vereinigten Staaten der viert- beziehungsweise fünftgrößte Markt für diese Materialien. Beide Rohstoffe spielen eine entscheidende Rolle in der Halbleiterproduktion, während Germanium zusätzlich in Infrarottechnologie, Glasfaserkabeln und Solarzellen verwendet wird.

Ähnlich drastisch sind die Auswirkungen auf Antimon. Die Gesamtexporte chinesischer Antimonprodukte brachen im Oktober um 97 Prozent im Vergleich zum Vormonat ein. China ist weltweit der führende Produzent von Antimon, das unter anderem in der Herstellung von Munition, Infrarotlenkwaffen, Nuklearwaffen sowie Nachtsichtgeräten eingesetzt wird. Darüber hinaus findet es Verwendung in Batterien und Photovoltaik-Anwendungen.

Die Entscheidung Pekings folgt unmittelbar auf Maßnahmen der USA, die am Montag eine erneute Beschränkung von Exporten in die chinesische Halbleiterindustrie bekanntgaben. Dabei wurden Sanktionen gegen 140 chinesische Unternehmen verhängt, darunter den Chiphersteller Naura Technology Group. Dies ist die dritte Verschärfung in diesem Bereich innerhalb von drei Jahren.

Das Verbot unterstreicht die wirtschaftspolitischen Spannungen, die sich weiter verschärfen, während der designierte US-Präsident Donald Trump auf sein Amt vorbereitet wird. Die Auswirkungen dieser Maßnahmen könnten weitreichend sein und die globalen Lieferketten für technologische Schlüsselmaterialien erheblich beeinflussen.

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