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Neue Technologien sichern Chinas Palladium-Nachfrage

Rückgang bei Verbrennungsmotoren, Wachstum in Wasserstoffproduktion und chemischen Prozessen

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Neue Technologien sichern Chinas Palladium-Nachfrage

Der russische Metallkonzern Nornickel geht davon aus, dass neue Technologien, insbesondere zur Synthese von Wasserstoff, die Nachfrage nach Palladium in China langfristig ankurbeln werden. Nach Angaben eines Unternehmenssprechers könnte diese zusätzliche Nachfrage bis zu 15 % des aktuellen Verbrauchs ausmachen. China, der weltweit größte Verbraucher des Metalls, plant, Palladium vermehrt in der Wasserstoffproduktion und anderen chemischen Prozessen einzusetzen. Dies geschieht vor dem Hintergrund eines Rückgangs der traditionellen Palladiumnachfrage, da der Markt für Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren durch den Übergang zu Elektrofahrzeugen schrumpft. Bis 2030 wird erwartet, dass Chinas Bedarf an Palladium in diesem Bereich um 29 % auf 47 Tonnen sinkt.

Der Rückgang in der Herstellung von Verbrennungsmotoren könnte laut dem World Platinum Investment Council zu einem globalen Überschuss an Palladium führen. Die Preise für das Metall sind in diesem Jahr um 10 % gefallen, nachdem sie 2023 um 39 % eingebrochen waren. Nornickel, der weltweit größte Produzent von Palladium, arbeitet derzeit mit chinesischen Universitäten und Industriepartnern an neuen Technologien. Diese zielen darauf ab, die Nutzung des Metalls in der Wasserstoffproduktion, bei der Wasserreinigung und in anderen Anwendungen zu fördern. Das Unternehmen erwartet, dass diese Projekte mittelfristig einen zusätzlichen Bedarf von mindestens 15 Tonnen erzeugen könnten.

China ist der weltweit größte Wasserstoffproduzent und setzt auf diesen Energieträger im Rahmen seiner grünen Übergangsstrategie. Wasserstoff wird unter anderem in der Produktion von Ammoniakdünger, Methanol und in der Ölraffination eingesetzt. Nornickels Vizepräsident Vitaly Busko betonte, dass China in diesen Bereichen schneller voranschreitet als der Rest der Welt. Das Unternehmen plant, ab 2026 bis 2027 eine neue Nachfrage von 5 bis 10 Tonnen zu realisieren.

Neben China untersucht Nornickel auch neue Einsatzmöglichkeiten für Palladium in anderen Regionen wie dem Nahen Osten, Brasilien und Malaysia. Im Inland strebt das Unternehmen an, Palladium verstärkt in der Glasfaserproduktion und bei der Wasserreinigung einzusetzen. Für 2024 plant Nornickel eine Produktionsmenge von 82 bis 85 Tonnen Palladium. Das Unternehmen, das 40 % der weltweiten Palladiumproduktion verantwortet, hat seinen Fokus aufgrund geopolitischer Entwicklungen zunehmend auf den asiatischen Markt verlagert, wo derzeit über 52 % seiner Verkäufe stattfinden.

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