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Angola kämpft mit Druck durch fallende Ölpreise

Regierung prüft Finanzierungsmöglichkeiten und schrittweisen Abbau von Subventionen

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Angola kämpft mit Druck durch fallende Ölpreise

Angolas Finanzministerin Vera Daves de Sousa hat erklärt, dass die Aussicht auf niedrigere Ölpreise erheblichen Druck auf das Land ausübt. In einem Interview am Rande der Jahrestagungen des Internationalen Währungsfonds (IWF) und der Weltbank in Washington äußerte sie die Erwartung, dass die Ölpreise im Durchschnitt bei etwa 70 bis 72 Dollar pro Barrel liegen werden, verglichen mit 75 Dollar im Jahr 2024.

Angola, der zweitgrößte Rohölexporteur Afrikas, plant zudem weiterhin, die Kraftstoffsubventionen schrittweise abzubauen. Die Ministerin erklärte, dass der genaue Zeitrahmen für diesen Prozess noch nicht festgelegt sei, jedoch die Idee bestehe, die Reduzierung in Etappen durchzuführen. Derzeit betragen die Subventionen etwa 4% des Bruttoinlandsprodukts.

Anfang dieses Jahres trat Angola aus der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) aus. Der Preis für Brent-Rohöl stieg am Freitag um 2,25% auf 76,05 Dollar pro Barrel. Analysten warnen davor, dass die Ölpreise im nächsten Jahr aufgrund eines Überangebots und einer schwachen Nachfrage unter Druck geraten könnten.

Daves de Sousa gab an, dass die Regierung ihr Budget in der kommenden Woche dem Parlament vorlegen werde, während die endgültigen Zahlen zum externen Finanzierungsbedarf derzeit noch festgelegt würden. Intern prüfe Angola zudem die Möglichkeit, ein Finanzierungsprogramm vom Internationalen Währungsfonds anzufordern. Sie erklärte, dass die Regierung bereits eine Übersicht möglicher Programme angefordert habe, um zu evaluieren, welches Programm für die derzeitige Situation des Landes geeignet wäre.

Neben einem möglichen Programm mit dem IWF erwägt die Regierung auch andere Finanzierungsoptionen. Dazu gehören eine Mischung aus Mitteln von anderen multilateralen Quellen wie der Weltbank und der Afrikanischen Entwicklungsbank sowie Finanzierungen über inländische Kapitalmärkte und Banken.

Das jüngste Programm des IWF mit Angola umfasste 3,7 Milliarden Dollar und wurde im Dezember 2018 genehmigt, nachdem die globalen Rohölpreise eingebrochen waren und die Einnahmen des Landes stark zurückgingen.

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