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Whitehaven Coal streicht 192 Stellen in übernommenen Minen

Umstrukturierungen sollen Effizienz steigern und doppelte Aufgaben an den Standorten vermeiden

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Whitehaven Coal streicht 192 Stellen in übernommenen Minen

Australiens größter unabhängiger Kohleproduzent, Whitehaven Coal Ltd, plant den Abbau von 192 Arbeitsplätzen in den kürzlich übernommenen Daunia- und Blackwater-Kokskohlebergwerken. Diese Minen wurden im Rahmen eines 4,1 Milliarden US-Dollar schweren Deals im April dieses Jahres von der globalen Bergbaugruppe BHP Group übernommen. Laut einer Unternehmenssprecherin sollen die Stellenstreichungen dazu dienen, doppelte Aufgaben zu eliminieren, Teams logisch zusammenzuführen und unnötige Verwaltungsebenen abzubauen. Ziel sei es, eine klare Abgrenzung der Rollen und Verantwortlichkeiten zwischen den Standorten und den Funktionsteams zu gewährleisten.

Die geplanten Kürzungen betreffen sowohl direkte Stellen als auch Verträge und Leiharbeit. Insgesamt sollen 91 Positionen an den Standorten Daunia und Blackwater sowie 101 Stellen bei Auftragnehmern und Leiharbeitern gestrichen werden. Diese Maßnahmen könnten das Verhältnis zwischen Whitehaven und den Arbeitern, die im Zuge der Übernahme von BHP transferiert wurden, weiter belasten. Bereits im November hatten diese Arbeiter dem Unternehmen vorgeworfen, ihnen nach dem Übergang keine ausreichenden Leistungen zu bieten.

BHP hatte zuvor fast 3.000 Arbeitsplätze in Westaustralien betroffen, nachdem das Unternehmen beschlossen hatte, das Nickelgeschäft in dieser Region vorübergehend einzustellen. Auch andere große Akteure im Bergbausektor, wie der Minenbetreiber Alcoa, hatten in diesem Jahr zahlreiche Stellen abgebaut. Alcoa hatte über 1.000 Arbeitsplätze gestrichen, nachdem die Entscheidung getroffen wurde, die Kwinana-Alumina-Raffinerie stillzulegen.

Whitehaven befindet sich derzeit in Verhandlungen, um einen 20%igen Anteil an der Blackwater-Mine zu verkaufen. Bereits im Februar hatte Reuters berichtet, dass das indische Unternehmen JSW Steel Interesse an diesem Geschäft gezeigt habe. Die Aktien von Whitehaven verzeichneten im Tagesverlauf einen Anstieg um bis zu 2,9% auf 7,54 australische Dollar, schlossen jedoch mit einem moderaten Plus von 1,8% bei 7,46 australischen Dollar.

Diese Entwicklungen fügen sich in eine Reihe von Arbeitsplatzverlusten ein, die die Rohstoffbranche in diesem Jahr betroffen haben. Unternehmen der Branche stehen zunehmend unter Druck, ihre Strukturen zu optimieren und Kosten zu senken, was zu umfangreichen Personalabbauten führt. Die Umstrukturierung bei Whitehaven spiegelt diese anhaltenden Herausforderungen wider und verdeutlicht die unsicheren Arbeitsbedingungen in der Branche.

AustralienWhitehaven CoalStellenabbauKohle

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