USA stellen 20-Milliarden-Rückversicherungsfonds für Golf-Schifffahrt bereit
Die US-Entwicklungsfinanzierungsbehörde DFC sichert Öl- und Gastransporte im Persischen Golf gegen Kriegsrisiken ab.

Die U.S. International Development Finance Corporation (DFC) hat einen Rückversicherungsfonds in Höhe von 20 Milliarden US-Dollar für die Schifffahrt im Persischen Golf angekündigt. Das Programm soll Öl- und Gastransportunternehmen absichern, die infolge des Krieges gegen den Iran mit erhöhten Risiken konfrontiert sind. Die Behörde gab die Maßnahme am Freitag offiziell bekannt.
Der Versicherungsplan konzentriert sich zunächst auf zwei Kernbereiche: Kasko- und Maschinenversicherungen sowie die Absicherung von Ladung. Kasko- und Maschinenversicherungen schützen dabei den Schiffskörper und die technische Ausrüstung eines Schiffes, während die Ladungsversicherung die transportierten Güter – in diesem Fall vor allem Rohöl und Flüssiggas – abdeckt.
Strenge Kriterien für teilnehmende Schiffe
Nicht alle Schiffe können automatisch von dem Programm profitieren. Die DFC hat klargestellt, dass die Rückversicherungseinrichtung ausschließlich für Schiffe gilt, die bestimmte, noch näher zu definierende Kriterien erfüllen. Details zu den genauen Anforderungen wurden bislang nicht vollständig veröffentlicht.
Für deutsche Anleger und Unternehmen mit Engagements im Energiesektor ist die Maßnahme von erheblicher Bedeutung. Der Persische Golf ist eine der wichtigsten Transitrouten für Rohöl weltweit – Unterbrechungen dort wirken sich direkt auf die globalen Energiepreise aus. Durch die staatliche Rückversicherung soll verhindert werden, dass private Versicherer ihre Deckung zurückziehen und damit den Öltransport zum Erliegen bringen.
Die DFC ist eine US-Regierungsbehörde, die Entwicklungsfinanzierungen und wirtschaftliche Stabilisierungsmaßnahmen koordiniert. Mit dem neuen Programm übernimmt Washington eine aktive Rolle bei der Stabilisierung kritischer Lieferketten in einer geopolitisch hochsensiblen Region.
