US-Futures fallen: Iran-Konflikt treibt Ölpreis über 100 Dollar
Eskalierender Nahostkonflikt schürt Inflationsängste und belastet die globalen Aktienmärkte zum Wochenstart.

Die US-Aktienfutures stehen zum Wochenbeginn unter erheblichem Druck. Der anhaltende Konflikt im Iran treibt den Rohölpreis auf über 100 US-Dollar pro Barrel und weckt bei Investoren weltweit Erinnerungen an frühere Ölschocks.
Der Dow-Jones-Future verlor bis 07:51 Uhr GMT rund 783 Punkte oder 1,7 Prozent. Auch der S&P-500-Future notierte deutlich im Minus. Die Kursverluste spiegeln die wachsende Nervosität der Anleger wider, die den Konflikt nun bereits in seiner zweiten Woche verfolgen.
Besonders brisant: Ein anhaltend hoher Ölpreis könnte den globalen Inflationsdruck erneut anfachen. Für Verbraucher und Unternehmen bedeutet teures Öl höhere Energie- und Transportkosten – ein Szenario, das Notenbanken wie die Fed und die EZB in ihrer Geldpolitik vor neue Herausforderungen stellen würde.
Goldpreis gibt nach – Dollar legt zu
Gold, das in Krisenzeiten oft als sicherer Hafen gilt, gab trotz der angespannten Lage nach. Hintergrund ist die gleichzeitige Stärke des US-Dollars, die das Edelmetall für internationale Käufer verteuert und damit den Goldpreis dämpft.
Aus China kamen derweil neue Inflationsdaten: Die Verbraucherpreise stiegen im Februar stärker als erwartet. Das signalisiert, dass auch die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt mit anhaltendem Preisdruck kämpft – ein weiteres Warnsignal für die globale Konjunktur.
Für deutsche Anleger ist die Situation besonders relevant. Deutschland als exportstarke, energieintensive Volkswirtschaft reagiert traditionell sensibel auf Ölpreisschocks. Steigende Energiepreise belasten Industrieunternehmen und könnten die ohnehin fragile Konjunkturerholung bremsen.
