Upside Gold steigert Kena-Bohrkampagne 2026 um 64 Prozent über Plan
Upside Gold Corp. hat sein Bohrprogramm 2026 auf dem Gold-Kupfer-Projekt Kena mit 6.562,68 Metern über 24 Bohrungen abgeschlossen, was das ursprüngliche Ziel von 4.000 Metern um 64 Prozent übertrifft. Die Ergebnisse der Laboranalysen stehen noch aus.

Die Explorationsgesellschaft Upside Gold Corp. hat ihr aufgestocktes Kernbohrprogramm 2026 beim Gold-Kupfer-Projekt Kena im Südosten der kanadischen Provinz British Columbia erfolgreich beendet. Wie der Rohstoffkonzern am 15. Oktober 2026 vermeldete, kamen insgesamt 24 Bohrungen mit einer Gesamtlänge von 6.562,68 Metern zur Ausführung. Damit lag das realisierte Programmvolumen rund 64 Prozent über den ursprünglich avisierten 4.000 Metern.
Das Areal befindet sich ungefähr sieben Kilometer südwestlich der Ortschaft Nelson. Die Aktien von Upside Gold werden an der Canadian Securities Exchange (CSE: UG), der Frankfurter Wertpapierbörse (FSE: 47I) sowie im US-amerikanischen Freiverkehr (OTCQB: UGODF) gehandelt. Das Unternehmen sicherte sich per Optionsvereinbarung das Recht, eine vollständige Beteiligung von 100 Prozent am Kena-Projekt zu erwerben.
Die jüngste Bohrphase knüpfte an geologische Befunde in der South Zone sowie in der Kena Copper-Gold Zone an. Beide Zonen liegen außerhalb des historischen Ressourcengebiets von 2021 und erstrecken sich in südöstlicher Richtung entlang des regionalen Streichens.
Die Einzelheiten
Nach Beendigung der ersten Bohrrunde förderte eine sorgfältige Kernauswertung geologische Charakteristika zutage, die weitere Nachfolgearbeiten nahelegten. Daher kehrte das Unternehmen auf das Gelände zurück, um die South Zone und die Kena Copper-Gold Zone einer genaueren Prüfung zu unterziehen. Die abschließende Bohrkampagne zielte darauf ab, die Streichrichtung und räumliche Anordnung der bei der Kernanalyse identifizierten mineralisierten Zonen weiter zu erfassen.
Hierbei kamen veränderte Bohrausrichtungen zur Anwendung, um die Sulfidmineralisierung und die dazugehörige hydrothermale Umwandlung präziser zu durchteufen. Diese Strukturen werden als durchschlagend zur regionalen Nebengesteins-Foliation interpretiert.
Das Kena-Projekt umfasst 207 Mineralclaimseinheiten sowie 11 Crown Grants, die gemeinsam eine Fläche von 10.578 Hektar abdecken. Die historische Ressourcenschätzung von 2021 weist eine angezeigte Mineralressource von 32.146.000 Tonnen mit einem Durchschnittsgehalt von 0,544 Gramm pro Tonne Gold aus, entsprechend rund 0,561 Millionen Unzen Gold. Hinzu tritt eine vermutete Mineralressource von 177.507.000 Tonnen bei 0,486 Gramm pro Tonne Gold, was etwa 2,77 Millionen Unzen Gold entspricht.
Diese historische Bewertung entstammt dem technischen Gutachten „NI 43-101 Resource Estimate for the Kena and Daylight Properties“, verfasst von Sue Bird, P.Eng. von Moose Mountain Technical Services, mit Datum vom 3. Mai 2021. Es wurde im Auftrag der West Mining Corp. bei SEDAR hinterlegt. Upside Gold betont ausdrücklich, dass eine qualifizierte Person nicht ausreichende Arbeiten durchgeführt habe, um die historische Einschätzung als aktuelle Mineralressource einstufen zu können. Das Unternehmen behandelt diese Daten nicht als gegenwärtige Mineralressource; sie dienen lediglich informativen Zwecken.
Rückblick: Bisherige Entwicklungen
Schon am 16.07.2026 hatte rohstoffaktien.news gemeldet, dass Upside Gold den formellen Start seiner Bohrkampagne 2026 am Kena-Projekt verkündet hatte. Personal und Gerät waren zu diesem Zeitpunkt bereits verlegt, die Diamantkernbohrungen vor Ort liefen an. Parallel dazu erhielt die Gesellschaft eine Abänderung der Bergbaugesetz-Genehmigung (Mines Act Permit) MX-100000131, die die Gültigkeit der Explorationserlaubnis bis zum 31. Oktober 2026 verlängerte.
Am 02.10.2026 berichtete rohstoffaktien.news, dass Upside Gold die Diamantbohrungen am Kena-Vorhaben wieder aufnahm. Dem erweiterten Explorationsprogramm für 2026 wurden rund 1.000 zusätzliche Bohrmeter beigefügt. Somit konnte die jährliche Bohrmenge in Kena auf etwa 6.180 Meter steigen – ursprünglich waren rund 4.000 Meter eingeplant. Die Wiederinbetriebnahme der Bohranlagen resultierte aus geologischen Beobachtungen, die das Fachteam bei der detaillierten Dokumentation der Bohrkerne aus der kürzlich abgeschlossenen 19-Loch-Diamantbohrkampagne gewonnen hatte. Diese umfasste eine Gesamttiefe von 5.180 Metern.
Mit dem nun vollendeten Programm von 6.562,68 Metern über 24 Bohrungen liegt die realisierte Menge sogar noch über der im Oktober genannten Zwischenprognose.
Bedeutung für Rohstoff-Anleger
Für deutsche Privatanleger mit Fokus auf den Rohstoffsektor fungiert diese Meldung in erster Linie als Fortschrittsanzeiger. Das Explorationsunternehmen hat sein eigenes Ziel deutlich übertroffen und dabei eigenen Angaben zufolge sowohl zeitliche als auch budgetäre Vorgaben eingehalten. CEO Sophy Cesar bezeichnete die Fertigstellung von mehr als 6.500 Bohrmetern als „bedeutenden Meilenstein“ und betonte, dass das Team „vor dem Zeitplan und unter Budget“ gearbeitet habe.
Ausschlaggebend für die Einschätzung des Projekts sind jedoch nicht die gebohrten Meter, sondern die Analyseergebnisse. Das Unternehmen weist nachdrücklich darauf hin, dass visuelle Begutachtungen der Mineralisierung im Bohrkern keinen Ersatz für Labor-Assay-Resultate darstellen und keine verlässliche Aussage über die Gehalte liefern. Rohstoff-Anleger sollten daher die noch ausstehenden Assay-Werte abwarten, ehe sie Rückschlüsse auf die Wirtschaftlichkeit des Projekts ziehen.
Zudem ist die historische Ressourcenschätzung von 2021 mit Zurückhaltung zu bewerten. Sie ist nicht als aktuelle Mineralressource klassifiziert und verlangt zusätzliche Bohrungen sowie technische Nacharbeiten zur Überprüfung. Die neuen Daten sollen in eine aktualisierte Schätzung einfließen.
Perspektive
Nach Beendigung der Bohrarbeiten fokussiert sich das Explorationsteam auf den Abschluss der Kernauswertung, die Probenahme und die geologische Interpretation. Untersuchungsproben werden kontinuierlich zur laboranalytischen Prüfung eingesandt. Das Unternehmen will weitere Meldungen machen, sobald die Resultate vorliegen und ausgewertet worden sind.
Die Daten aus dem Programm 2026 sollen in die aktualisierte Mineralressourcenbewertung einfließen, die von Moose Mountain Technical Services durchgeführt wird – vorbehaltlich des Eingangs und der Validierung von Assay- sowie QA/QC-Daten. Die überarbeitete NI-43-101-Mineralressourcenschätzung bleibt weiterhin für das erste Quartal 2027 vorgesehen.
Kurz erklärt
- Diamantbohrung: Ein Bohrvorgang, bei dem ein mit Diamantpartikeln besetzter Bohrkopf Gesteinszylinder aus der Tiefe entnimmt, die anschließend geologisch begutachtet werden.
- NI 43-1
