Sumitomo plant 500 MW Batteriespeicher in Japan
Initiative zur Stabilisierung und Dekarbonisierung des japanischen Energiesystems bis 2031

Sumitomo Corp plant, bis März 2031 insgesamt 500 Megawatt (MW) oder mehr an Batteriespeicherkapazität in Japan zu installieren. Derzeit verfügt das Unternehmen über 9 MW Speicherkapazität. Diese Initiative zielt darauf ab, Schwankungen in der erneuerbaren Energieversorgung auszugleichen und die Effizienz des Energiesystems zu verbessern, wie ein Unternehmenssprecher mitteilte. Japan, das arm an natürlichen Ressourcen ist, erweitert seine Nutzung erneuerbarer Energien, um Dekarbonisierungsziele zu erreichen und die Energiesicherheit zu erhöhen. Dabei wird ein Anstieg der Batterienutzung erwartet, um die intermittierende Versorgung durch Solar- und Windenergie zu glätten.
Sumitomos Batteriespeicher-Initiative ist Teil der umfassenderen Bemühungen des japanischen Handelshauses, sein Geschäft im Bereich der Energietransformation zu stärken. Shigenobu Hamada, Leiter der Energiespeichereinheit von Sumitomo, erklärte, das Ziel sei es, zur Stabilisierung und Dekarbonisierung des Elektrizitätssystems beizutragen, indem man große Batteriespeicher entwickelt und betreibt. Sumitomo strebt zudem an, ein wettbewerbsfähiges Batteriespeichergeschäft aufzubauen, indem es seine proprietären Betriebssysteme nutzt. Hamada fügte hinzu, dass das Unternehmen auch Investitionen im Ausland prüfe.
Sumitomo erwartet, dass die lokale Batteriespeicherkapazität Japans von 2 Gigawattstunden (GWh) im Jahr 2023 auf 40 GWh bis 2030 ansteigen wird, während die globale Kapazität von 190 GWh auf 2.206 GWh expandieren soll. Weltweit expandiert die Batteriespeicherung schnell, angeführt von China und den USA, aber Japan hinkt aufgrund geringerer Preisunterschiede im Großhandelsstrommarkt hinterher, was es für Speicherentwickler schwierig macht, Gewinne zu erzielen. Dennoch geht das Unternehmen davon aus, dass der japanische Markt dank staatlicher Unterstützung und institutioneller Veränderungen, wie der Entwicklung eines Marktes zur Anpassung von Stromangebot und -nachfrage, wachsen wird.
Bisher hat Sumitomo drei Energiespeicheranlagen installiert, darunter eine mit 6 MW in Chitose auf der nördlichen Insel Hokkaido, in der Nähe eines geplanten Werks des Chipherstellers Rapidus. Das Unternehmen plant, geeignete Standorte aus möglichen Standorten mit einer Kapazität von 1.700 MW auszuwählen, um Batteriespeicher hinzuzufügen.
In Japan werden mit dem Ausbau der erneuerbaren Energien landesweit zunehmend Output-Kontrollen durch die Versorgungsunternehmen zur Balance von Stromangebot und -nachfrage durchgeführt, wodurch potenziell nutzbare saubere Energie verschwendet wird. Diese Entwicklung unterstreicht die Notwendigkeit von Batteriespeichern, um die Effizienz und Stabilität des Energiesystems zu verbessern. Sumitomos Plan, die Speicherkapazität signifikant zu erweitern, stellt einen wichtigen Schritt in Richtung einer nachhaltigeren und sichereren Energieversorgung dar.
