Queensland blockiert Glencores Kohlenstoffspeicherungsprojekt
Grundwassergefährdung führt zur Ablehnung durch die Regierung und Bauernproteste

Australiens nordöstlicher Staat Queensland hat ein von dem Rohstoffriesen Glencore vorgeschlagenes Kohlenstoffspeicherungsprojekt blockiert. Das Projekt sollte 330.000 Tonnen verflüssigtes Kohlendioxid in ein 2,3 Kilometer tiefes Grundwasserreservoir pumpen. Die Landesregierung erklärte jedoch, dass das Projekt nicht geeignet sei, da es das Grundwasser, das von Landwirten genutzt wird, irreversibel schädigen könnte.
In einer Stellungnahme des Umweltministeriums des Staates hieß es, dass ähnliche Projekte ebenfalls blockiert würden. Glencore selbst hat bisher keinen Kommentar zu dieser Entscheidung abgegeben. Das Vorhaben hatte bei Bauernverbänden Proteste ausgelöst, da befürchtet wurde, dass Teile des Great Artesian Basin, eines weitläufigen Netzes von Grundwasservorkommen im östlichen Australien, vergiftet werden könnten.
Laut der Erklärung des Umweltministeriums handelt es sich bei dem vorgeschlagenen Standort nicht um ein abgeschlossenes Grundwasserreservoir. Das Kohlendioxid könnte migrieren und wahrscheinlich irreversible oder langfristige Veränderungen der Wasserqualität und der ökologischen Werte verursachen, falls das Projekt fortgeführt würde. Diese Veränderungen könnten erhöhte Konzentrationen von Schadstoffen wie Chlorid, Sulfat, Salinität sowie verschiedene Metalle und Halbmetalle wie Blei und Arsen umfassen.
Das Grundwasser wird für die Landwirtschaft, Bewässerung und Viehhaltung genutzt, erklärte das Ministerium weiter. Die Entscheidung erkannte die Bedeutung des Great Artesian Basin für viele Interessengruppen an und machte deutlich, dass andere Kohlenstoffspeicherungsprojekte dort ebenfalls nicht durchführbar wären.
