Südkorea sichert sich 100.000 Tonnen Brotweizen aus Nordamerika
Eine südkoreanische Mühlengruppe hat über eine internationale Ausschreibung 100.000 Tonnen Brotweizen aus den USA und Kanada geordert, wobei die Lieferungen zwischen Januar und Februar 2027 erfolgen sollen.

Eine südkoreanische Mühlenkooperation hat sich im Zuge einer internationalen Ausschreibung am Mittwoch rund 100.000 Tonnen Brotweizen gesichert. Die Gesamtmenge setzt sich aus 50.000 Tonnen aus den USA sowie 50.000 Tonnen aus Kanada zusammen. Wie Reuters unter Berufung auf Händlerkreise berichtet, handelt es sich um einen bedeutenden Getreidehandelsabschluss.
Die Ausschreibung erstreckte sich über mehrere Weizensorten, deren Lieferung aus den USA zwischen dem 1. Januar und dem 31. Januar 2027 vorgesehen ist. Als Verkäufer für die US-Partie wird das Handelsunternehmen CJ International gehandelt. Sämtlicher Weizen aus beiden Herkunftsländern wurde auf FOB-Basis (Free on Board) geordert, sodass die Seefrachtkosten vom Käufer zu tragen sind.
Einzelheiten zur US-Weizenpartie
Die Lieferung aus den Vereinigten Staaten gliedert sich in drei verschiedene Weizensorten. Der volumenstärkste Anteil entfällt mit 23.000 Tonnen auf Soft White Wheat mit einem Proteingehalt zwischen rund 9,5 und 11 Prozent, der zu einem geschätzten Preis von 273,78 US-Dollar je Tonne FOB erworben wurde.
Zudem orderte die Mühlengruppe 14.385 Tonnen Hard Red Winter Wheat mit einem Mindestproteingehalt von 11,5 Prozent zu 335,98 US-Dollar je Tonne FOB. Weitere 12.615 Tonnen Northern Spring/Dark Northern Wheat mit mindestens 14 Prozent Protein wurden zu 335,52 US-Dollar je Tonne FOB eingekauft.
Kanadischer Weizen und Verschiffungsfenster
Die 50.000 Tonnen kanadischer Herkunft sollen zwischen dem 15. Januar und dem 15. Februar 2027 verladen werden. Der Preis für diese Partie bewegt sich im niedrigen dreistelligen Bereich um die Marke von 330 US-Dollar je Tonne FOB.
Der Getreideeinkauf südkoreanischer Mühlen unterstreicht die stabile Nachfrage Ostasiens nach qualitativ hochwertigem Brotweizen. Als bedeutender Weizenimporteur ist Südkorea auf ausländische Lieferungen angewiesen, da die eigene landwirtschaftliche Produktion den Bedarf der expandierenden Backwarenindustrie nicht zu decken vermag.
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