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S&P 500 unter Druck: Ölpreis nähert sich 100-Dollar-Marke

Nahostkonflikt und steigende Rohölpreise belasten globale Aktienmärkte – technisches Bild des S&P 500 bleibt bärisch.

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S&P 500 unter Druck: Ölpreis nähert sich 100-Dollar-Marke

Die globalen Aktienmärkte stehen weiter unter erheblichem Druck. Ausgelöst durch eskalierende Spannungen im Nahen Osten und volatile Rohölpreise bleibt die Stimmung an den Börsen fragil. Brent-Rohöl stieg zeitweise wieder über die Marke von 100 US-Dollar pro Barrel, bevor es sich auf rund 95 Dollar einpendelte.

Neue Störungen im Oman und im Irak trieben den Ölpreis über Nacht erneut in die Höhe. Berichte über Zwischenfälle in Dubai und am Kuwait International Airport sowie der Beschuss zweier Rohöltanker in irakischen Hoheitsgewässern verschärften die Lage zusätzlich. Selbst die Freigabe von rund 400 Millionen Barrel aus strategischen Reserven durch die Internationale Energieagentur (IEA) konnte die Preise zunächst nicht stabilisieren.

Israel hat nach eigenen Angaben mit großangelegten Angriffen auf iranische Ziele begonnen. Der Iran weitet seinerseits seine militärischen Aktivitäten aus und erhöht den Druck auf die Straße von Hormus – eine der weltweit bedeutendsten Ölhandelsrouten. Diese Entwicklungen schüren die Befürchtung, dass sich der Konflikt weiter ausweiten und die Energiemärkte dauerhaft stören könnte.

Technisches Bild des S&P 500 bleibt angespannt

Aus charttechnischer Sicht weisen die S&P 500-Futures weiterhin eine bärische Struktur auf. Seit dem Höchststand nahe der 7.000-Punkte-Marke bildet der Index tiefere Hochs und tiefere Tiefs – ein klassisches Abwärtsmuster. Die entscheidende Widerstandszone liegt zwischen 6.771 und 6.791 Punkten, ein Bereich, der Ende vergangener Woche nach unten durchbrochen wurde.

Am Montag eröffnete der Index mit einer Kurslücke nach unten, erholte sich aber stark und schloss im Plus. Diese Rallye erzeugte in den Folgesitzungen jedoch kaum Anschlussdynamik – ein Muster, das seit Beginn des Konflikts an den globalen Märkten zu beobachten ist. Erholungen wirken zwar heftig, erweisen sich aber als kurzlebig und bergen das Risiko, bullische Trader in temporären Short-Squeezes zu fangen.

Auf der Unterseite liegt die erste wichtige Unterstützungszone zwischen 6.698 und 6.718 Punkten. Darunter rückt das Montags-Tief bei 6.584 Punkten in den Fokus, wo viele Anleger Stop-Orders platziert haben dürften. Ein weiteres bedeutendes Niveau findet sich beim Novembertief bei rund 6.525 Punkten.

Geopolitik dominiert vor Charttechnik

Für eine nachhaltige Erholung müssten die Bullen zunächst die Widerstandszone von 6.771 bis 6.791 Punkten auf Tagesschlussbasis zurückerobern. Eine stärkere technische Gegenbewegung würde zudem einen Ausbruch über die jüngsten Konsolidierungshochs nahe 6.900 Punkte sowie eine Rückkehr über den exponentiellen 21-Tage-Durchschnitt erfordern.

Die Märkte reagieren derzeit weniger auf politische Aussagen – darunter auch Trumps Behauptungen, die USA stünden kurz vor der Erreichung ihrer militärischen Ziele. Vorerst bleiben Ölpreis und Nahostentwicklungen die dominierenden Kräfte. Solange die Lieferunterbrechungen anhalten, dürften Risikoanlagen weltweit unter Druck bleiben.

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