Russland senkt Ölproduktion im August leicht
Russland übertrifft dennoch die vereinbarte Fördermenge und plant künftige Kürzungen

Russland hat im August die Rohölproduktion um etwa 0,3 % im Vergleich zum Vormonat Juli gesenkt. Laut Angaben der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) belief sich die tägliche Fördermenge des Landes auf 9,059 Millionen Barrel pro Tag. Diese Daten basieren auf sekundären Quellen, darunter Beratungsunternehmen. Trotz der Kürzung lag die Produktion immer noch leicht über der von der OPEC+ Gruppe festgelegten Fördermenge.
Die OPEC+ Gruppe, bestehend aus den OPEC-Mitgliedsländern und ihren Verbündeten, zu denen auch Russland gehört, hat seit Ende 2022 wiederholt tiefgreifende Kürzungen der Fördermenge beschlossen. Diese Maßnahmen sollen dazu beitragen, den schwankenden Ölmarkt zu stabilisieren. Ziel der Förderkürzungen ist es, den Ölpreis zu stützen, indem das Angebot auf dem Markt verringert wird.
Für den Zeitraum von Juni bis September 2024 wurde für Russland eine Produktionsquote von 8,98 Millionen Barrel pro Tag festgelegt. Damit gehört Russland zu den Ländern, die sich freiwillig verpflichtet haben, ihre Fördermenge in einem festgelegten Rahmen zu halten. Diese Vereinbarungen sind Teil eines umfassenden Plans der OPEC+ Gruppe, die weltweite Ölförderung zu regulieren und so auf die globalen wirtschaftlichen Bedingungen zu reagieren.
Russland hat sich zudem verpflichtet, das Produktionsvolumen, das seit April über den vereinbarten Quoten lag, in den kommenden Monaten zu kompensieren. Geplant sind entsprechende Reduzierungen der Fördermenge im Oktober und November dieses Jahres sowie in den Monaten zwischen März und September des kommenden Jahres. Diese Maßnahmen sollen sicherstellen, dass Russland seine Verpflichtungen im Rahmen der OPEC+ Abkommen einhält und zur Stabilisierung des globalen Ölmarkts beiträgt.
Trotz der Kürzungen bleibt die Lage auf dem Ölmarkt angespannt. Die OPEC+ Gruppe, die eine wichtige Rolle bei der Regulierung des globalen Ölangebots spielt, verfolgt mit diesen Maßnahmen das Ziel, die wirtschaftlichen Auswirkungen der volatilen Ölpreise abzumildern und die Stabilität auf den internationalen Märkten zu fördern.
