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OPEC senkt erneut Prognose für Ölnachfrage

Schwächere Aussichten in China und globale Energiewende belasten den Ölmarkt

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OPEC senkt erneut Prognose für Ölnachfrage

Die Organisation der Erdöl exportierenden Länder (OPEC) hat am Dienstag ihre Prognose für das weltweite Wachstum der Ölnachfrage im Jahr 2024 erneut gesenkt. Diese Entscheidung basiert auf den bisher in diesem Jahr gesammelten Daten und markiert die zweite aufeinanderfolgende Abwärtskorrektur der Nachfrageprognose durch das Kartell. OPEC hat zudem auch ihre Erwartungen für das Jahr 2025 nach unten korrigiert. Diese Entwicklung verdeutlicht die Herausforderungen, mit denen die OPEC+ – bestehend aus den OPEC-Ländern und Verbündeten wie Russland – konfrontiert ist, wenn es darum geht, den Ölmarkt ins Gleichgewicht zu bringen. Erst in der letzten Woche hatte das Bündnis die geplante Erhöhung der Ölproduktion verschoben, nachdem die Preise auf das niedrigste Niveau im Jahr 2024 gefallen waren.

In ihrem monatlichen Bericht erklärte die OPEC, dass die weltweite Ölnachfrage im Jahr 2024 um 2,03 Millionen Barrel pro Tag (bpd) steigen wird. Dies stellt einen Rückgang gegenüber der im Vormonat erwarteten Zunahme von 2,11 Millionen Barrel pro Tag dar. Ein wesentlicher Faktor für diese Anpassung war China, dessen prognostiziertes Wachstum für das kommende Jahr von 700.000 bpd auf 650.000 bpd gesenkt wurde. Der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt machen wirtschaftliche Herausforderungen sowie der Übergang zu saubereren Energiequellen zu schaffen, was sich auf den Ölverbrauch des Landes auswirkt.

Laut OPEC bleibt das Wirtschaftswachstum Chinas zwar grundsätzlich gut unterstützt, jedoch belasten Schwierigkeiten im Immobiliensektor sowie der zunehmende Einsatz von Flüssigerdgas-Lkw und Elektrofahrzeugen die Nachfrage nach Diesel und Benzin. Diese Entwicklung könnte langfristig die Ölnachfrage in China weiter bremsen. In Reaktion auf den Bericht fiel der Ölpreis weiter, wobei der Preis für Brent-Rohöl unter 71 US-Dollar pro Barrel sank, was nahe am tiefsten Stand seit März 2023 liegt.

Die Einschätzungen zur Stärke des weltweiten Nachfragewachstums im Jahr 2024 gehen derzeit weit auseinander, was zum Teil auf unterschiedliche Erwartungen zur Entwicklung Chinas sowie zur globalen Energiewende zurückzuführen ist. Trotz der Kürzung der Prognose bleibt die OPEC jedoch mit ihrer Schätzung am oberen Ende der branchenweiten Vorhersagen. Für das Jahr 2025 reduzierte die OPEC ihre Schätzung des weltweiten Nachfragewachstums von 1,78 Millionen Barrel pro Tag auf 1,74 Millionen Barrel pro Tag, was auf anhaltende Unsicherheiten und die fortschreitende Transformation des Energiemarktes hindeutet.

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