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Russland prüft Kerosinimporte nach verhängtem Exportverbot

Moskau erwägt den Import von Flugkraftstoff JET A-1, nachdem ein Exportverbot bis November 2026 in Kraft trat.

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Russland prüft Kerosinimporte nach verhängtem Exportverbot

Russland steht beim Flugkraftstoff vor einer bemerkenswerten Kehrtwende: Während die Regierung am Montag ein Exportverbot für Kerosin bis zum 30. November 2026 verhängte, prüfen die Behörden gleichzeitig die Möglichkeit, Flugkraftstoff zu importieren. Dies berichtete das russische Wirtschaftsmedium RBC am Montag.

Stellvertretender Ministerpräsident Alexander Nowak erteilte den zuständigen Stellen entsprechende Prüfaufträge. Er wies das Energieministerium, das Verkehrsministerium sowie die russische Luftfahrtbehörde Rosawiazija an, zu untersuchen, ob Tankstationen an Flughäfen Flugkraftstoff des Typs JET A-1 sowohl inländischer als auch importierter Herkunft annehmen könnten.

Exportverbot und Importprüfung gleichzeitig

Der Kraftstofftyp JET A-1 ist der international gebräuchlichste Flugkraftstoff und wird weltweit von zivilen Fluggesellschaften genutzt. Er entspricht strengen internationalen Qualitätsstandards und wird unter anderem in Europa, Asien und Nordamerika eingesetzt. Für Russland, das traditionell ein bedeutender Energieexporteur ist, wäre ein Kerosinimport ein ungewöhnlicher Schritt.

Das gleichzeitige Verhängen eines Exportverbots und die Prüfung von Importmöglichkeiten deuten auf eine angespannte Versorgungslage im russischen Inlandsmarkt hin. Ein Exportverbot wird in der Regel eingesetzt, um die heimische Versorgung zu sichern und einem Preisanstieg entgegenzuwirken. Dass zusätzlich Importe in Betracht gezogen werden, verstärkt den Eindruck eines möglichen Engpasses bei der inländischen Kerosinversorgung.

Bedeutung für den russischen Luftverkehr

Die Anweisung von Vizeministerpräsident Nowak richtet sich an gleich drei staatliche Stellen, was die Dringlichkeit des Themas unterstreicht. Rosawiazija als Luftfahrtbehörde spielt dabei eine zentrale Rolle, da sie die technischen und regulatorischen Voraussetzungen für den Einsatz importierten Kraftstoffs an russischen Flughäfen prüfen muss.

Das Exportverbot für Flugkraftstoff gilt bis zum 30. November 2026 und gibt Russland damit einen mittelfristigen Zeithorizont, um die Inlandsversorgung zu stabilisieren. Ob und in welchem Umfang tatsächlich Kerosin importiert wird, hängt von den Ergebnissen der angeordneten Prüfungen ab. Für internationale Beobachter und Energiemärkte bleibt die Entwicklung der russischen Kraftstoffversorgung ein relevanter Faktor.

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