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Rio Tinto sichert sich Bauxitprojekt Aurukun von Glencore und Mitsubishi

Rio Tinto übernimmt das Bauxitprojekt Aurukun in Queensland von Glencore und Mitsubishi. Der Deal unterstreicht die strategische Expansion des Bergbauriesen im Bauxitsektor, steht aber noch unter Genehmigungsvorbehalt.

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Rio Tinto sichert sich Bauxitprojekt Aurukun von Glencore und Mitsubishi

Der Bergbauriese Rio Tinto (ASX: RIO) hat das Bauxitprojekt Aurukun im australischen Bundesstaat Queensland von Glencore (LON: GLEN) und Mitsubishi Development übernommen. Ein Sprecher des Konzerns bestätigte die Vereinbarung gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters. Der Kaufpreis blieb unter Verschluss.

Bei Aurukun handelte es sich bislang um ein Gemeinschaftsunternehmen von Glencore und Mitsubishi. Glencore war mit der Mehrheit beteiligt, Mitsubishi hielt rund 30 Prozent der Anteile. Laut eigenen Aussagen investierte Glencore über mehrere Jahre beträchtliche Summen in die Erschließung des Projekts.

Ausbau der Bauxitsparte

Durch den Zukauf verstärkt Rio Tinto seine ohnehin schon starke Präsenz im Bauxitsektor der Region. Rund 200 Kilometer nördlich von Aurukun betreibt der Konzern die Welpa-Anlagen, wo jährlich mehr als 30 Millionen Tonnen Bauxit gefördert werden. Das Rohmaterial wird dort zu Alumina verarbeitet und anschließend zu Aluminiummetall weiterveredelt.

Beide Verkäufer erachten Rio Tinto als den geeignetsten Betreiber für das Projekt. Glencore betonte, man sei übereingekommen, dass Rio Tinto die besten Voraussetzungen für die weitere Entwicklung des Projekts mitbringe. Der Grund: Rio Tinto fördert bereits Bauxit in unmittelbarer Nähe und kann auf die vorhandene Infrastruktur sowie langjährige Erfahrung zurückgreifen.

Abbaugenehmigung noch offen

Aktuell verfügt das Aurukun-Projekt lediglich über eine Mineral Development Licence. Eine Mining Lease, also die eigentliche Abbaugenehmigung, steht noch aus. Zudem muss die Transaktion von der Regierung in Queensland und weiteren australischen Behörden genehmigt werden, wie eine mit den Vorgängen vertraute Person gegenüber Reuters erklärte.

Ein weiterer sensibler Punkt ist die Beteiligung der traditionellen Landeigentümer. Das Volk der Wik Waya, dem das Land traditionell gehört, teilte der Zeitung The Australian mit, weder in den Verkaufsprozess noch in die geänderten Betriebsabläufe einbezogen worden zu sein. Ein Rio-Tinto-Sprecher erklärte hierzu, man wolle den Dialog mit den traditionellen Eigentümern fortsetzen, während das Projekt voranschreite.

Hintergrund und rohstoffpolitische Bedeutung

Bauxit stellt den zentralen Grundstoff für die Herstellung von Aluminium dar. Australien gehört zu den führenden Bauxitfördernationen weltweit, und Queensland zählt zu den wichtigsten Bergbauregionen des Landes. Für Rio Tinto, einen der globalen Schwergewichte der Bergbaubranche, ist die Akquisition ein folgerichtiger Schritt, um die Rohstoffbasis abzusichern und die Produktion langfristig auszuweiten.

Die finanziellen Modalitäten des Deals wurden nicht veröffentlicht. Der Abschluss hängt von den behördlichen Genehmigungen ab. Sollte die Übernahme wie vorgesehen vollzogen werden, würde Rio Tinto seine Stellung als einer der weltweit größten Bauxitproduzenten weiter festigen.

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