QEM entdeckt vielversprechende Explorationschancen beim Wolfram-Projekt Big It
QEM hat historische Daten zum Wolfram-Projekt Big It in Idaho ausgewertet und sieht erhebliches Explorationspotenzial. Das ehemalige Bergwerk lieferte hochgradige Konzentrate und bietet dank vorhandener Untertageerschließungen kostengünstige Explorationsm

Der auf kritische Mineralien spezialisierte Explorations- und Entwickler QEM Limited (ASX: QEM) hat eine umfassende Sichtung und Zusammenstellung aller verfügbaren historischen geologischen, bergbaulichen und explorationsbezogenen Daten zum Big It-Projekt im Norden Idahos (USA) abgeschlossen. Mit dieser Analyse sollten frühe Explorationsziele und mögliche Aktivitäten am Standort Big It ermittelt werden.
Bei Big It handelt es sich um einen ehemaligen Produzenten von hochgradigen Wolframkonzentraten mit Gehalten zwischen 67 und 75 Prozent WO₃, die während der Kriegsjahre für die US-Rüstungsprogramme gefördert wurden. Das Vorhaben befindet sich in der aussichtsreichen Pritchard-Formation, in einer strukturell günstigen Position südwestlich des ertragreichen Bergbaureviers Coeur d'Alene.
Historische Proben belegen hohe Konzentrationen
Ältere Untergrundprobenahmen lieferten Einzelwerte von bis zu 2.980 ppm Wolfram (W), 19,5 Prozent Antimon (Sb) sowie 11,15 Gramm pro Tonne Gold (Au). Damit liegt ein nachgewiesenes W-Sb-Au-polymetallisches System vor, das neben der Wolframmineralisierung auch substanzielle Antimon- und Goldanteile enthält.
Ein Programm der US Defence Minerals Exploration Administration (DMEA) aus den Jahren 1952 bis 1953 förderte zusätzliche Lagerstättenkörper zutage. Historische Aufzeichnungen berichten von Durchschnittsgehalten von 4,45 Prozent WO₃ über eine durchschnittliche Gangmächtigkeit von 17,2 Zentimetern sowie 7,45 Prozent WO₃ über 10,9 Zentimeter. Dies untermauert das lokal hochgradige Wolframniveau des historisch abgebauten Gangsystems.
Umfangreiche Untertagearbeiten senken Aufwand
Die ausgedehnten historischen Untertageerschließungen bieten einen wesentlichen Vorteil: Sie gestatten einen frühen Zugang zum mineralisierten System und verringern die Kosten für künftige Explorationsvorhaben. Dokumente der US-Behörden weisen rund 380 Meter an streichender Entwicklung sowie Aufbrüche, Gesenke und historische Abbaumaßnahmen aus.
„Die Zusammenstellung der Daten für Big It zeigt das klare Explorationspotenzial des Projekts auf und bietet eine Grundlage, von der aus QEM Explorationsaktivitäten planen und durchführen kann“, erklärte Robert Cooper, Managing Director von QEM. „Die Kombination der historisch verifizierten Wolframproduktion bei Big It mit früheren signifikanten Probenahmeergebnissen für Antimon und Gold unterstreicht dieses Potenzial.“
Unerforschtes Potenzial in der Tiefe und entlang der Streichrichtung
Das steil einfallende mineralisierte Gangsystem wurde unterhalb der historischen Untertagearbeiten nicht systematisch erbohrt. Mögliche Erweiterungen entlang der Streichrichtung sowie innerhalb paralleler oder verwandter Strukturen sind ebenfalls weitgehend unerkundet. QEM sieht hier ein überzeugendes, bislang ungetestetes Potenzial in der Tiefe und entlang der Streichrichtung.
Der unterexplorierte Charakter des Projekts biete eine hervorragende Gelegenheit für den Einsatz systematischer, gestaffelter moderner Explorationsmethoden, so Cooper weiter. Diese sollen hoffentlich dazu führen, dass QEM weitere Mineralisierungen identifiziert und letztlich zu einem heimischen Produzenten von Wolfram und anderen kritischen Mineralien in den Vereinigten Staaten wird.
Strategischer Hintergrund: Wolframpreise auf Rekordniveau
Die Wolframpreise verharren auf hohem Niveau, da China weiterhin mehr als 80 Prozent der weltweiten Versorgung kontrolliert. Die Nachfrage steigt in zahlreichen Industriezweigen: Verteidigung, industrielle Schneidwerkzeuge, Bohr- und Bergbaumaschinen sowie Luft- und Raumfahrtkomponenten.
Die US-Regierung arbeitet aktiv am Wiederaufbau ihrer Wolfram-Lieferkette. Dies wird durch die jüngst angekündigte politische Initiative zur Bevorratung kritischer Mineralien untermauert, die die Abhängigkeit von Offshore-Lieferungen verringern soll.
Der Erwerb sämtlicher Anteile an Freshwater Metals Pty Ltd, dem Eigentümer der beiden Explorationsprojekte für kritische Mineralien Big It und Columbite, bildet die Grundlage für QEMs Engagement in den USA. Während Big It ein ehemaliger Wolframproduzent ist und auch Potenzial für Antimon und Gold aufweist, beherbergt das Columbite-Projekt den Vaught-Peck-Fundort mit Aussichten auf Flussspat und Niob sowie weitere Seltene-Erden-Elemente.
QEM plant nun, die vorhandene Untertageentwicklung für geologische Kartierungen und systematische Probenahmen des bekannten Gangsystems zu nutzen, ergänzt durch Oberflächengeochemie, strukturelle Kartierungen und gezielte Bohrungen. Ziel ist es, die Kontinuität, Mächtigkeit und Gehalte in der Tiefe und entlang der Streichrichtung zu überprüfen.
