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Preiskorrektur bei den Industriemetallen

Seit seiner Preisspitze Mitte Mai hat der Nickelpreis etwa 20 Prozent verloren

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Preiskorrektur bei den Industriemetallen

Nickel führt derzeit die Preiskorrektur bei den Industriemetallen an. Seit seiner Preisspitze von knapp über 21.000 US-Dollar je Tonne Mitte Mai hat der Nickelpreis etwa 20 Prozent verloren. Dies stellt die stärkste Korrektur unter den wichtigen Industriemetallen dar, wie die Leiterin des Rohstoffresearchs der Commerzbank, Thu Lan Nguyen, berichtet. Sie hält diesen starken Preisverfall für nicht gerechtfertigt.

Nguyen führt aus, dass die LME-Lagerbestände von Nickel zuletzt nicht stärker gestiegen seien als beispielsweise bei Kupfer. Auch wenn der Optimismus hinsichtlich der Aussichten für die Elektroautoindustrie nachlasse und somit die Nachfrageperspektiven für Nickel eintrüben könne, gelte dies auch für andere Metalle wie Aluminium. Zudem seien die Angebotsrisiken nicht zu vernachlässigen. Die stark gestiegenen Nickelimporte Indonesiens deuteten auf Rohmaterialengpässe im wichtigsten Produzentenland hin.

Das indonesische Ministerium für Energie und Bodenschätze (ESDM) vermutet, dass die langsame Vergabe von Schürfrechten aufgrund einer Systemumstellung der Grund für diese Engpässe sein könnte. Sollten die bisher gestellten Anträge auf Schürfrechte nicht deutlich steigen, könnte die Minenproduktion in den kommenden drei Jahren stagnieren. Nguyen betont, dass ein weiterer deutlicher Preisrückgang bei Nickel vor diesem Hintergrund nicht gerechtfertigt sei.

Die Marktkommentare und -analysen von Tomke Hansmann bieten einen umfassenden Überblick über die aktuelle Lage und Entwicklung der Märkte. Hansmann ist seit vielen Jahren als Wirtschafts- und Börsenjournalistin tätig und spezialisiert auf Marktberichte und Analysen zu Devisen, Rohstoffen und US-Aktien. Ihre fundierten Einschätzungen bieten wertvolle Einblicke für Anleger und Interessierte.

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