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Ölpreis springt auf 102 Dollar – erstmals seit Ukraine-Krieg

Der Nahostkonflikt treibt den US-Rohölpreis über die symbolisch wichtige 100-Dollar-Marke – zum ersten Mal seit 2022.

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Ölpreis springt auf 102 Dollar – erstmals seit Ukraine-Krieg

Der US-Rohölpreis WTI kletterte am Montag um rund 3 Prozent auf 102,88 US-Dollar pro Barrel. Damit überschritt die amerikanische Referenzsorte erstmals seit dem russischen Einmarsch in die Ukraine im Februar 2022 wieder die psychologisch bedeutsame Marke von 100 Dollar. Auslöser sind wachsende Befürchtungen, dass der Krieg im Nahen Osten länger andauern könnte als zunächst erhofft.

Die Hoffnungen auf einen schnellen Waffenstillstand sind deutlich geschwunden. Weitere US-Truppen verlegen in die Region, und die jemenitischen Huthi-Rebellen haben sich aktiv in den Konflikt eingeschaltet. Diese Entwicklungen erhöhen das Risiko einer breiteren Eskalation und damit einer nachhaltigen Störung der globalen Ölversorgung.

Anleiherenditen fallen – Wachstumssorgen dominieren

Parallel zum Ölpreisanstieg sanken die Renditen an den Anleihemärkten weltweit. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen fiel auf 4,34 Prozent. Händler verlagern ihren Fokus offenbar von den inflationären Auswirkungen des Konflikts hin zu dessen möglichen negativen Folgen für das Wirtschaftswachstum. Auch die Erwartungen an weitere Zinserhöhungen der US-Notenbank Fed wurden leicht zurückgeschraubt.

Für deutsche Anleger ist diese Entwicklung besonders relevant: Ein anhaltend hoher Ölpreis würde die Energiekosten in Europa weiter belasten und den Inflationsdruck erneut anfachen – gerade zu einem Zeitpunkt, an dem die Europäische Zentralbank eine geldpolitische Lockerung anstrebt.

Trump-Regierung öffnet 401(k)-Pläne für Private Equity

Abseits des Ölmarkts schlug die Trump-Regierung am Montag eine weitreichende Verordnung vor. Sie soll 401(k)-Pläne und vergleichbare Altersvorsorgemodelle für Investments in Private Equity und Private Credit öffnen. Der amerikanische 401(k)-Markt umfasst ein Volumen von rund 14,2 Billionen US-Dollar.

Wall-Street-Firmen hatten intensiv lobbyiert, um ihre kostenintensiveren alternativen Anlageprodukte in diesen lukrativen Markt zu bringen. Die Timing-Frage ist jedoch heikel: Gleichzeitig ziehen Investoren Kapital aus einigen Private-Credit-Fonds ab, was Fragen zur Liquidität und Eignung dieser Produkte für Kleinanleger aufwirft.

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