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Ölpreis nahe 100 Dollar: Asiens Börsen unter Druck

Tankerangriffe im Persischen Golf treiben den Ölpreis erneut nach oben – Asiens Aktienmärkte reagieren mit deutlichen Verlusten.

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Ölpreis nahe 100 Dollar: Asiens Börsen unter Druck

Die asiatischen Aktienmärkte haben am Donnerstag nach zweitägigen Gewinnen nachgegeben. Auslöser war ein erneuter Anstieg der Ölpreise infolge eskalierender Spannungen im Nahen Osten. Auch US-Aktienfutures gaben im asiatischen Handel nach.

Der Ölpreis legte im frühen Handel um mehr als 7 Prozent zu, nachdem Berichte über Angriffe auf zwei internationale Öltanker im nördlichen Persischen Golf nahe dem Irak und Kuwait bekannt wurden. Irakische Medienkanäle schrieben den Angriff dem Iran zu. Rohöl notierte daraufhin wieder nahe der Marke von 100 US-Dollar pro Barrel – nachdem der Preis zu Wochenbeginn zeitweise auf fast 120 Dollar gestiegen war.

Zusätzlichen Auftrieb erhielten die Ölpreise durch Berichte über weitere Angriffe auf Handelsschiffe in der Straße von Hormus. Diese Meerenge gilt als eines der weltweit wichtigsten Nadelöhre für den Öltransit und ist für die globale Energieversorgung von zentraler Bedeutung.

Asiatische Börsen mit deutlichen Verlusten

Der japanische Nikkei 225 verlor rund 2 Prozent, der breiter gefasste TOPIX-Index gab um 1,6 Prozent nach. In Südkorea sank der KOSPI um 1,1 Prozent, der australische S&P/ASX 200 büßte 1,7 Prozent ein. In China notierte der Shanghai Composite 0,2 Prozent tiefer, während der CSI 300 um 0,6 Prozent fiel. Der Hang Seng in Hongkong verlor 1,1 Prozent.

Der Iran warnte unterdessen, dass der Ölpreis bei weiterer Eskalation auf potenziell 200 US-Dollar pro Barrel steigen könnte. Diese Aussicht schürt unter Anlegern die Sorge vor einer erneuten Inflationswelle – mit weitreichenden Folgen für die Geldpolitik der Notenbanken weltweit.

Blick auf Fed-Inflationsdaten am Freitag

Besonders die US-Notenbank Federal Reserve steht vor einem schwierigen Balanceakt: Einerseits gilt es, den Preisdruck zu kontrollieren, andererseits das Wirtschaftswachstum zu stützen. Anhaltend hohe Energiepreise könnten diesen Spagat weiter erschweren.

Die Märkte richten ihren Blick nun auf die Veröffentlichung des US-Preisindex für persönliche Konsumausgaben (PCE) am Freitag. Dieser gilt als bevorzugter Inflationsindikator der Fed und könnte weitere Hinweise auf den künftigen Kurs der US-Geldpolitik liefern. Für deutsche Anleger ist die Entwicklung besonders relevant, da steigende Energiepreise auch die Inflationsrate im Euroraum belasten dürften.

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