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Ölpreise steigen leicht nach Bestandsrückgang in den USA

Mögliche OPEC+-Förderverzögerung und schwache Nachfrage beeinflussen die Preisentwicklung

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Ölpreise steigen leicht nach Bestandsrückgang in den USA

Die Ölpreise zogen am Donnerstag leicht an und erholten sich von mehrmonatigen Tiefständen. Grund dafür war eine mögliche Verzögerung der Fördererhöhung durch die OPEC+ und ein Rückgang der US-Rohölbestände. Allerdings wurden die Gewinne durch anhaltende Bedenken bezüglich der Nachfrage begrenzt. Nach Angaben des American Petroleum Institute (API) sanken die US-Rohölbestände in der vergangenen Woche um 7,431 Millionen Barrel. Dieser Rückgang übertraf deutlich die von Analysten in einer Reuters-Umfrage erwarteten 1 Million Barrel.

Ein Analyst von PVM, John Evans, erklärte, der Rückgang der Bestände habe den Ölpreisen eine kurze Atempause verschafft. Brent-Rohöl für November stieg bis 08:10 Uhr GMT um 42 Cent oder 0,6 % auf 73,12 US-Dollar pro Barrel, nachdem es am Vortag das niedrigste Niveau seit Dezember erreicht hatte. US-Rohöl der Sorte West Texas Intermediate für Oktober legte um 37 Cent oder 0,5 % auf 69,57 US-Dollar zu.

Zusätzliche Unterstützung erhielten die Preise durch Diskussionen zwischen der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) und ihren Verbündeten unter der Führung Russlands, die als OPEC+ bekannt sind. Insider berichteten Reuters am Mittwoch, dass die Gruppe erwäge, eine für Oktober geplante Fördererhöhung zu verschieben. Ursprünglich war eine Erhöhung um 180.000 Barrel pro Tag vorgesehen, als Teil eines schrittweisen Abbaus der jüngsten Kürzungen um 2,2 Millionen Barrel pro Tag.

Die schwache Nachfrage in China und das mögliche Ende eines Streits, der die libyschen Ölexporte behindert hatte, veranlassten die OPEC+ jedoch dazu, die geplante Fördererhöhung zu überdenken. Offizielle Daten zu den US-Ölbeständen der Energy Information Administration (EIA) sollten am Donnerstag um 14:30 Uhr GMT veröffentlicht werden.

Auch die Finanzmärkte warteten gespannt auf weitere US-makroökonomische Indikatoren, die im Laufe des Tages erwartet wurden, darunter insbesondere Daten zum Arbeitsmarkt. Diese könnten ebenfalls Einfluss auf die Ölpreise haben.

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