Metso errichtet Pilotanlage für finnische Rohstoff-Forschung
Metso liefert eine Pilotanlage für die geologische Forschung in Finnland und stärkt damit die Partnerschaft mit GTK. Die Anlage soll moderne Verfahren zur Mineralaufbereitung und Kreislaufwirtschaft erproben.

Der finnische Industrieausrüster Metso hat einen wichtigen Zuschlag von der Geologischen Bundesanstalt Finnlands (GTK) erhalten. Der Vertrag umfasst Planungsleistungen sowie die Bereitstellung von Verfahrenstechnik für die neue Pilotanlage von GTK Mintec in Outokumpu, Finnland.
Die künftige Versuchsanlage für die Mineralverarbeitung und Materialien der Kreislaufwirtschaft wird das Forschungs- und Dienstleistungsportfolio von GTK für den Bergbau- und Mineraliensektor deutlich ausweiten. Die Verfahrensstraßen wurden in enger Abstimmung mit GTK-Fachleuten entwickelt; Metso übernimmt die Errichtung der Anlage.
Der Vertragswert bleibt unter Verschluss. Metso wird den Auftrag im dritten Quartal 2026 im Segment „Minerals“ unter den Neuaufträgen erfassen. GTK Mintec strebt an, die neue Pilotanlage bis Ende 2028 in Betrieb zu nehmen.
Bewährte Kooperation wird vertieft
„GTK Mintec zählt zu unseren strategischen Kernbereichen. Die Forschungsleistungen in der Mineralaufbereitung sind ein zentraler Hebel, um die Kreislaufwirtschaft voranzutreiben. Die Modernisierungsarbeiten kommen gut voran, und dieser Vertrag markiert einen wesentlichen Fortschritt bei der Stärkung der industriellen Dienstleistungen“, sagt Saku Vuori, Generaldirektor von GTK.
„Metso und GTK arbeiten seit Jahrzehnten bei der Erforschung und Entwicklung von Mineralaufbereitungslösungen zusammen. Die neue GTK Mintec-Versuchsanlage in Outokumpu knüpft an diese langjährige Partnerschaft an und schafft ein ideales Umfeld, um Lösungen für die Mineralaufbereitung und Kreislaufwirtschaft zu entwickeln und zu testen, die die Branchenziele hinsichtlich Ressourcen- und Energieeffizienz unterstützen“, ergänzt Piia Karhu, Präsidentin der Sparte Minerals bei Metso.
Hightech-Lösungen für nachhaltige Rohstoffnutzung
Die neue Versuchsanlage wird ein hochmodernes Umfeld für Pilotversuche und die Optimierung von Verfahrenstechniken bereitstellen. Neben klassischen Aufbereitungsmethoden soll die Anlage die Entwicklung und Erprobung energieeffizienter Verfahren ermöglichen, die den Wasser- und Chemikalieneinsatz senken.
Zum Einsatz kommen unter anderem Hochdruckwalzenmühlen, Erzsortierung, Primärkreisläufe zum Mahlen, Feinstmahltechniken sowie Flotationsanwendungen für grobe und feine Partikel. Die Pilotanlage wird zudem ein breites Spektrum an Zerkleinerungs-, Klassier-, Mahl-, Flotations- und physikalischen Trennprozessen zur Veredelung und Rückgewinnung von Materialien abdecken.
Außerdem ermöglicht die Versuchsanlage Tests von Lösungen zur Nebenstromverarbeitung, zur trockenen Tailings-Ablagerung sowie zu geschlossenen Prozesswasserkreisläufen mit modernen Wasseraufbereitungs- und Filtertechnologien.
Zwei Verfahrensstraßen für variable Testmöglichkeiten
Metso bestätigt, dass zwei Verfahrensstraßen mit unterschiedlichen Durchsätzen an der Anlage installiert werden. Dies erlaube sowohl großtechnische Anlagentests als auch kleinmaßstäbliche Versuche, wie sie etwa an Bohrkernproben in frühen Phasen von Bergbauprojekten durchgeführt würden.
Die neue Pilotanlage wird zudem über eine hochentwickelte Digitalisierungs- und Automatisierungsplattform verfügen. Prozessdaten werden automatisch von Geräten und Messstellen im gesamten Werk erfasst. Dies werde die Auswertung der Testergebnisse beschleunigen, die Datenqualität steigern und Kunden umfassendere Berichtsfunktionen bereitstellen.
Mit der Fertigstellung der Pilotanlage wird die Position von GTK Mintec als international geschätzter Entwickler von Lösungen für die Kreislaufwirtschaft und die Mineralaufbereitung weiter ausgebaut.
