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Larvotto nimmt Antimon-Förderung in Australiens größtem Bergwerk Hillgrove auf

Larvotto Resources hat die Antimon- und Goldförderung in der Mine Hillgrove aufgenommen, die künftig rund sieben Prozent der globalen Nachfrage decken soll und als größter Antimonproduzent Australiens gilt – trotz gefallener Metallpreise ein strategisches

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Larvotto nimmt Antimon-Förderung in Australiens größtem Bergwerk Hillgrove auf

Larvotto Resources (ASX: LRV) hat in seiner Mine Hillgrove im australischen Bundesstaat New South Wales mit der Gewinnung von Antimon und Gold begonnen. Damit entsteht eine bedeutende westliche Bezugsquelle für ein strategisch wichtiges Metall, dessen Lieferkette derzeit vor allem von China und Russland kontrolliert wird.

Nach Angaben des Unternehmens soll das Vorhaben rund sieben Prozent des weltweiten Antimonbedarfs decken und mehr als die Hälfte der Produktion außerhalb Chinas stellen. Larvotto rechnet über eine anfängliche Minenlebensdauer von acht Jahren mit einer jährlichen Förderung von 4.900 Tonnen Antimon sowie 40.500 Unzen Gold.

„Die Tatsache, dass wir uns als Australiens größter Antimonproduzent positionieren können, ist ein beachtlicher Erfolg – besonders in einer Phase, in der die Gewährleistung einer zuverlässigen Antimonversorgung für Regierungen rund um den Globus zu einer strategischen Notwendigkeit geworden ist“, ließ sich CEO Ron Heeks in einer Mitteilung zitieren. Mit Hillgrove sei Larvotto eigenen Aussagen zufolge erst der zweite Antimonbergbaubetreiber in Australien – und mit Abstand der größte. Der einzige weitere Produzent ist die Mine Costerfield von Alkane Resources (TSX: ALK) im Bundesstaat Victoria.

Rüstungsrelevantes Metall von strategischer Bedeutung

Antimon wird vor allem zur Verfestigung von Blei in Munition verwendet und kommt militärisch in Sprengstoffen sowie Infrarotsensoren zum Einsatz. Zivile Anwendungen umfassen unter anderem Flammschutzmittel und Solarmodule. Die strategische Wichtigkeit des Metalls hat in den letzten Jahren dazu geführt, dass westliche Regierungen verstärkt daran arbeiten, unabhängige Lieferquellen aufzubauen.

Hillgrove hat die Betriebsaufnahme trotz eines deutlichen Preisrückgangs bei Antimon im vergangenen Jahr realisiert. Der Metallpreis erreichte im Mai 2025 aufgrund von Sorgen über die angespannte Versorgungslage einen Rekordwert von über 59.000 US-Dollar je Tonne, ist seitdem jedoch auf weniger als die Hälfte dieses Niveaus gefallen.

Preisverfall dämpft Aufbruchstimmung

Substitutionseffekte und das Auftauchen neuer Anbieter hätten zu diesem Rückgang beigetragen, so ein März-Bericht des Branchenforschungsinstituts CRU Group. Der schwächere Markt trübt die Begeisterung über die Wiederbelebung von Hillgrove, nachdem die Mine über mehr als ein Jahrhundert hinweg nur zeitweise Antimon gefördert hatte.

Die Lagerstätte wurde bereits 1857 entdeckt und erlebte ab 1969 eine nennenswerte Förderung im modernen Zeitalter, bevor sie 2014 vorübergehend stillgelegt wurde – damals setzten niedrige Antimonpreise dem Betrieb zu. Larvottos Umgestaltung von Hillgrove begann erst Mitte 2023, als die Unternehmensführung die Verwalter der ruhenden Anlage kontaktierte. Da sich keine konkurrierenden Interessenten meldeten, erwarb die Gesellschaft das Objekt für acht Millionen Australische Dollar, inklusive einer Umweltkaution von fünf Millionen Australischen Dollar.

Vom Stillstand zur Produktion in weniger als drei Jahren

Knapp drei Jahre später hat Larvotto das brachliegende Areal in eine aktive Gold-Antimon-Mine verwandelt. Die Bewertung des Unternehmens ist im Zuge der Wiederinbetriebnahme des Projekts deutlich gestiegen. Die Aktien von Larvotto legten vor dem Hintergrund dieser Entwicklungen zu und schlossen bei 1,154 Australischen Dollar, was dem Unternehmen eine Marktkapitalisierung von rund 597 Millionen Australischen Dollar (etwa 427 Millionen US-Dollar) beschert.

Für Rohstoff-Anleger ist diese Entwicklung insofern bedeutsam, als Antimon aufgrund seiner militärischen und industriellen Verwendung zunehmend im Fokus westlicher Beschaffungsstrategien steht. Sollte sich der Preisdruck abschwächen und die Nachfrage nach außerchinesischen Quellen weiter zunehmen, könnte Hillgrove zu einem gewichtigen Produzenten auf dem globalen Markt aufsteigen. Die aktuelle Marktkapitalisierung bildet die Erwartungen an das Vorhaben bereits teilweise ab, doch ein nachhaltiges Preisumfeld bleibt für den langfristigen Erfolg entscheidend.

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