Kupferfunde bei Pampa Medina: Marimaca stößt auf hochgradige Silber-Kupfer-Zonen
Marimaca Copper meldet starke Bohrergebnisse bei Pampa Medina in Chile: Bohrloch SPRD-15 durchteufte 216 Meter mit fast einem Prozent Kupfer, ein Teilabschnitt erzielte sogar 2,2 Prozent. Das System bleibt in mehrere Richtungen offen, während das Oxidproj

Der kanadische Kupferproduzent Marimaca Copper (TSX: MARI; ASX: MC2) hat für sein Projekt Pampa Medina in der chilenischen Region Antofagasta beeindruckende Bohrergebnisse gemeldet. Die Bohrung SPRD-15 lieferte über eine Länge von 216 Metern einen Kupfergehalt von 0,96 Prozent sowie 7,2 Gramm Silber je Tonne – angetroffen in einer Teufe von 466 Metern. Hervorzuheben ist ein 62 Meter langer Teilabschnitt ab 602 Metern, der auf 2,2 Prozent Kupfer und 21,5 Gramm Silber pro Tonne kam.
Das Areal Pampa Medina liegt 28 Kilometer östlich des bereits weiter entwickelten Oxiderzlagers von Marimaca und befindet sich innerhalb von 40 Kilometern Entfernung zu Antofagasta, der Hauptstadt der chilenischen Bergbauregion. Parallel dazu treibt das Unternehmen die Erschließung seines Oxidprojekts voran, das sich derzeit in der Machbarkeitsstudie und Umweltverträglichkeitsprüfung befindet. Die räumliche Nähe beider Lagerstätten eröffnet strategische Synergien für die geplante Mineninfrastruktur.
Neue Bohrungen vergrößern das System
Am südöstlichen Rand des Bohrgebiets durchteufte die Bohrung SPD-13 auf 222 Metern einen Kupfergehalt von 0,5 Prozent ab 194 Metern Tiefe, darin enthalten 48 Meter mit 1,05 Prozent Kupfer ab 368 Metern. Mit dieser Bohrung konnten sowohl die oxidischen als auch die tieferen sulfidischen Mineralisationen erweitert werden. Rund 300 Meter westlich der bisherigen Bohrungen erbrachte SPRD-12 aus 748 Metern Tiefe einen Abschnitt von 56 Metern mit 0,95 Prozent Kupfer und 4,2 Gramm Silber je Tonne, darunter 22 Meter mit 1,8 Prozent Kupfer und 9,7 Gramm Silber ab 750 Metern Tiefe.
Die Bohrung SPRD-17, die 150 Meter östlich einer früheren Bohrung angesetzt wurde, durchteufte 104 Meter mit 0,65 Prozent Kupfer ab 522 Metern Tiefe. Dieses Intervall umfasste 30 Meter mit 0,96 Prozent Kupfer ab derselben Tiefe sowie 40 Meter mit 0,89 Prozent Kupfer ab 586 Metern Tiefe. Die wahren Mächtigkeiten werden von Marimaca auf rund 80 Prozent der gemeldeten Bohrlängen geschätzt.
Die aktuellen Bohrdaten bestätigen die Kontinuität der Mineralisation über eine Fläche von 3 mal 1,5 Kilometern, in der Kupfer durch mehrere sedimentäre Schichten hinweg nachgewiesen wurde. Pampa Medina weist oberflächennahe Oxidmineralisationen sowie tiefere Sulfide auf, die Bornit, Chalkopyrit, Covellin und Chalkosinit enthalten. Den Unterlagen des Unternehmens zufolge steigen die Silbergehalte in der Regel mit den Kupfergehalten.
Tiefenpotenzial noch nicht ausgereizt
Die nördlichen und nordwestlichen Grenzen des Systems sind bislang nicht definiert. Vier Erkundungsbohrungen im Gegenstromverfahren wurden gestoppt, bevor sie die Zielgesteine in Tiefen von 540 bis 700 Metern erreichten. Daraufhin entschied Marimaca, diese Bohrlöcher mit Diamantkernbohrungen zu vertiefen. Eine dieser Bohrungen, SWR-13, endete in einer Mineralisation, nachdem sie 8 Meter mit 1,47 Prozent Kupfer und 7,5 Gramm Silber pro Tonne ab 580 Metern in vulkanischen Gesteinen durchteuft hatte.
„Pampa Medina ist in mehrere Richtungen offen und wurde hinsichtlich des Materials noch nicht ausreichend getestet“, erklärte Sergio Rivera, Vizepräsident Exploration von Marimaca. „Diese Resultate untermauern unsere Überzeugung, dass wir ein großes, hochgradiges Kupfer-Silber-System abgrenzen.“ Für das laufende Jahr sind 30.000 Meter Bohrungen bei Pampa Medina eingeplant.
Marimaca konsolidierte das Projektgebiet von Pampa Medina sowie das umliegende Grundstück im Jahr 2024 und überarbeitete anschließend das geologische Modell, um tiefere sedimentäre Einheiten anzusteuern. Das diesjährige Bohrprogramm testet den hochgradigen Kernbereich, die Oxiderweiterungen sowie die äußeren Grenzen des Systems.
Oxidprojekt als Entwicklungsbasis
Das Oxiderzlager von Marimaca bietet dem Unternehmen eine weiter fortgeschrittene Entwicklungsbasis. Eine Machbarkeitsstudie aus dem Jahr 2025 wies nachgewiesene und wahrscheinliche Reserven von 179 Millionen Tonnen mit einem Gehalt von 0,42 Prozent Kupfer für 748.000 Tonnen enthaltenes Metall aus. Die Studie sieht eine jährliche Produktion von rund 50.000 Tonnen Kupferkathoden über eine Minenlebensdauer von 13 Jahren vor.
Die Vorproduktionskapitalkosten werden auf 587 Millionen US-Dollar geschätzt. Der nachsteuerliche Nettobarwert liegt bei 709 Millionen US-Dollar bei einem Diskontsatz von 8 Prozent und einem Kupferpreis von 4,30 US-Dollar je Pfund, verbunden mit einer internen Rendite von 31 Prozent. Marimaca treibt detaillierte Ingenieurleistungen, Genehmigungsverfahren und die Projektfinanzierung voran, bevor in den kommenden Monaten womöglich eine endgültige Investitionsentscheidung getroffen wird.
Die an der Börse in Toronto notierten Aktien von Marimaca Copper legten am Dienstag um 13 Prozent auf 9,10 kanadische Dollar zu. Die Marktkapitalisierung des Unternehmens beträgt rund 1,2 Milliarden kanadische Dollar (870 Millionen US-Dollar). In den vergangenen zwölf Monaten bewegte sich der Aktienkurs zwischen 6,72 und 13,49 kanadischen Dollar.
