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Iran-Konflikt treibt Ölpreisprognosen der Banken deutlich nach oben

Führende Investmentbanken korrigieren ihre Ölpreisziele für 2026 erheblich nach oben – ausgelöst durch den eskalierenden Nahostkonflikt.

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Iran-Konflikt treibt Ölpreisprognosen der Banken deutlich nach oben

Der anhaltende Krieg zwischen den USA, Israel und dem Iran hat die Rohölpreise im März kräftig angetrieben und zwingt führende Brokerhäuser zu einer deutlichen Revision ihrer Preisprognosen. Brent-Rohöl notierte zuletzt bei rund 107 US-Dollar pro Barrel, während die US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) bei knapp 94 Dollar handelte. Analysten weltweit passen ihre Modelle an die neue geopolitische Realität an.

Besonders auffällig ist die Kurskorrektur von Macquarie: Das australische Investmenthaus hob seine WTI-Prognose für das Geschäftsjahr 2026 von zuvor 58 Dollar auf nun rund 83 Dollar pro Barrel an – ein Anstieg von mehr als 40 Prozent. Als Hauptgrund nennt Macquarie erhebliche Versorgungsunterbrechungen infolge des Nahostkonflikts. Für Brent rechnet das Institut mit einem Durchschnittspreis von etwa 89 Dollar.

Auch Goldman Sachs hat seine Erwartungen nach oben korrigiert. Die US-Investmentbank prognostiziert für Brent nun 85 Dollar statt zuvor 77 Dollar pro Barrel und für WTI 80 Dollar gegenüber vormals 71 Dollar. Goldman Sachs erwartet zudem, dass Brent im März 2026 im Durchschnitt bei 110 Dollar je Barrel liegen könnte.

Breite Revision unter den Großbanken

Die Neubewertung der Ölpreisrisiken zieht sich durch die gesamte Branche. Standard Chartered und die Bank of America (BofA) sehen Brent bei 85,50 beziehungsweise 77,50 Dollar, während Barclays einen Zielwert von 85 Dollar für die europäische Referenzsorte ausgibt. Die Prognosen spiegeln die erhöhte Risikoprämie wider, die Investoren für mögliche weitere Eskalationen im Nahen Osten einpreisen.

Etwas zurückhaltender zeigen sich Citigroup und UBS: Citi erwartet Brent bei 71 Dollar und WTI bei 64 Dollar, UBS prognostiziert 72 Dollar für Brent und 70 Dollar für WTI. BMI und HSBC liegen mit Brent-Zielen von 70 beziehungsweise 80 Dollar im mittleren Bereich des Analystenspektrums. Die Bandbreite der Schätzungen verdeutlicht die nach wie vor hohe Unsicherheit über den weiteren Konfliktverlauf.

Für deutsche Anleger und Unternehmen ist die Entwicklung besonders relevant: Höhere Energiepreise belasten energieintensive Industrien und könnten die ohnehin angespannte Inflationslage in der Eurozone weiter verschärfen. Gleichzeitig profitieren Aktien von Ölproduzenten und Energiekonzernen wie Shell, TotalEnergies oder BP von den gestiegenen Notierungen. Rohstoffexperten empfehlen Anlegern, die geopolitischen Risiken im Nahen Osten genau im Blick zu behalten.

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