ANZEIGE

Goldpreis steigt deutlich nach Dollar-Schwäche

Handelskonflikt, Zinssorgen und geopolitische Spannungen treiben Anleger in sichere Häfen

•• 2 Min
 Goldpreis steigt deutlich nach Dollar-Schwäche

Der Goldpreis ist am Freitag um über ein Prozent gestiegen, nachdem der US-Dollar gegenüber anderen Währungen leicht nachgegeben hatte. Zum Handelsschluss notierte der Preis für Spot-Gold bei 3.341,84 US-Dollar je Feinunze, was einem Anstieg von 1,1 Prozent entspricht. Damit verzeichnete das Edelmetall im Wochenverlauf ein Plus von 3,2 Prozent. Auch die US-Gold-Futures legten zu und erreichten mit einem Zuwachs von 1,3 Prozent einen Preis von 3.347,20 US-Dollar pro Unze.

Der Rückgang des Dollar um 0,4 Prozent machte Gold für Anleger außerhalb des Dollarraums günstiger. Dies trug zur verstärkten Nachfrage nach dem Edelmetall bei, das allgemein als Absicherung gegen wirtschaftliche und geopolitische Unsicherheiten gilt. Seit Jahresbeginn ist der Goldpreis bereits um mehr als 27 Prozent gestiegen.

US-Präsident Donald Trump äußerte sich vor dem anstehenden Treffen mit chinesischen Vertretern zum Handelskonflikt und bezeichnete einen Zollsatz von 80 Prozent auf chinesische Waren als angemessen. Diese Äußerung trug zur anhaltenden Unsicherheit über den weiteren Verlauf der Handelsbeziehungen zwischen den USA und China bei. Marktteilnehmer bewerteten dies als unterstützenden Faktor für die Goldpreise.

Zusätzlich zu den Spannungen im Handelsbereich sorgte ein erneuter militärischer Schlagabtausch zwischen Indien und Pakistan für weitere geopolitische Unruhe. Beide Länder warfen sich gegenseitig den Einsatz von Drohnen und Artillerieangriffen vor. Es handelte sich um den dritten Tag in Folge mit Kampfhandlungen, die als die heftigsten Auseinandersetzungen zwischen den beiden Atommächten seit fast drei Jahrzehnten gelten.

Auf dem physischen Goldmarkt wurden in Indien Preisnachlässe gewährt, da die Nachfrage angesichts hoher Inlandspreise und eines schwachen Rupienkurses nachließ. In China hingegen stieg der Goldkauf nach einem Feiertag wieder an.

Unterdessen erklärte der US-Notenbankgouverneur Michael Barr, dass Trumps Handelspolitik voraussichtlich zu steigender Inflation, schwächerem Wirtschaftswachstum und höherer Arbeitslosigkeit im weiteren Jahresverlauf führen werde. Diese Entwicklung könnte die geldpolitischen Entscheidungen der Federal Reserve erschweren.

Auch andere Edelmetalle verzeichneten Kursgewinne: Silber stieg um 0,7 Prozent auf 32,70 US-Dollar je Unze, Platin legte um 2,2 Prozent auf 996,85 US-Dollar zu und Palladium erhöhte sich leicht um 0,1 Prozent auf 976,76 US-Dollar.

GoldGoldpreisInvestitionenEdelmetalle

Meistgelesene News

  1. Singapur senkt Haushaltsstrompreis um 10,4 Prozent – Erdgaspreise geben nach
  2. Andrada Mining steigert Zinnausbeute im ersten Halbjahr um 13 Prozent
  3. Iran-Konflikt treibt Ölpreis: Teherans Drohungen heizen Rohstoffmärkte an
  4. Abenójar Tungsten erwägt IPO in London für Wolfram-Projekt El Moto
  5. Agrarrohstoffe auf Höhenflug: Lebensmittelinflation droht mit Verzögerung

Disclaimer