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Goldpreis steigt aufgrund höherer Zinssenkungs-Erwartungen

Vorsichtige Anleger warten auf entscheidende US-Arbeitsmarktdaten zur weiteren Marktentwicklung

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Goldpreis steigt aufgrund höherer Zinssenkungs-Erwartungen

Gold verzeichnete am Donnerstag einen Anstieg, nachdem jüngste Daten die Wahrscheinlichkeit einer drastischeren Zinssenkung durch die US-Notenbank Federal Reserve in diesem Monat erhöht hatten. Trotz dieser Entwicklung blieb die Vorsicht unter den Anlegern angesichts der bevorstehenden Veröffentlichung der US-Arbeitsmarktdaten bestehen, was weitere Kursgewinne des Edelmetalls begrenzte. Der Spotpreis für Gold stieg um 0,5 % auf 2.506,00 US-Dollar pro Unze, während die US-Gold-Futures um 0,4 % auf 2.536,10 US-Dollar zulegten.

Gold, das keine Rendite abwirft, tendiert dazu, in Phasen niedriger Zinssätze gut abzuschneiden. Es gilt auch als Absicherung gegen wirtschaftliche und politische Unsicherheiten. Die kürzlich veröffentlichten Daten zeigten, dass die Zahl der offenen Stellen in den USA im Juli auf den niedrigsten Stand seit dreieinhalb Jahren gesunken ist. Diese Entwicklung allein reichte jedoch möglicherweise nicht aus, um eine Zinssenkung um 50 Basispunkte durch die Federal Reserve zu rechtfertigen.

Laut dem CME FedWatch Tool stiegen die Chancen auf eine Zinssenkung um 50 Basispunkte von zuvor 38 % auf 45 %. Der Fokus der Anleger richtet sich nun auf den Bericht zu den Nichtlandwirtschaftlichen Beschäftigten (NFP), der am Freitag erwartet wird. Mary Daly, die Präsidentin der Federal Reserve Bank von San Francisco, erklärte, dass Zinssenkungen erforderlich seien, um den Arbeitsmarkt gesund zu halten.

Tim Waterer, leitender Marktanalyst bei KCM Trade, sagte: „Wir sehen eine vorsichtige Herangehensweise der Investoren, bis die NFP-Daten veröffentlicht werden. Sollte der Bericht die Erwartungen unterschreiten, könnte dies die Wahrscheinlichkeit einer Zinssenkung um 50 Basispunkte erhöhen und Gold weiter beflügeln.“ Zudem schloss Waterer nicht aus, dass die bisherigen Höchststände von Gold im Jahr 2024 noch nicht erreicht seien. Ein Ziel von 2.600 US-Dollar pro Unze sei vor Jahresende realistisch, falls die Federal Reserve eine Reihe schneller Zinssenkungen durchführt.

Die US-Aktienmärkte schlossen am Mittwoch größtenteils im Minus, nachdem Daten eine weitere Schwäche auf dem US-Arbeitsmarkt zeigten. Anleger beobachteten aufmerksam den ADP-Beschäftigungsbericht sowie Daten zur US-Dienstleistungsbranche und zu den Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe, die ebenfalls noch am selben Tag veröffentlicht werden sollten.

Auch andere Edelmetalle wie Silber, Platin und Palladium profitierten von den Marktbewegungen. So stieg der Silberpreis um 0,3 % auf 28,37 US-Dollar pro Unze, während Platin um 1 % auf 911,58 US-Dollar zulegte. Palladium legte ebenfalls um 0,3 % auf 936,43 US-Dollar zu.

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