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Goldsparpläne: Sicherheit in turbulenten Zeiten

Monatliche Investitionen in Gold – Chancen und Risiken erklärt.

2 Min
Goldsparpläne: Sicherheit in turbulenten Zeiten

Die Entwicklung des Goldpreises zeigt in diesem Jahr nur eine Richtung: nach oben. Bereits 18-mal hat das Edelmetall 2024 ein Allzeithoch erreicht. Analysten gehen davon aus, dass noch weitere Rekorde folgen werden. Besonders jetzt, da die Kurse an den globalen Aktienbörsen einbrechen, könnte Gold als sichere Alternative attraktiv werden. Doch auch eine Korrektur ist möglich, wie die letzten Tage zeigten, als der Goldpreis um 1,5 Prozent fiel. Trotz dieses Rückgangs blieben die Verluste deutlich geringer als an den Aktienmärkten. Anleger könnten daher zögern, jetzt in Gold zu investieren, da sie einen günstigeren Einstiegspunkt verpassen könnten, während ein zu langes Warten einen weiteren Preisanstieg mit sich bringen könnte.

Ein Goldsparplan könnte für viele eine Lösung darstellen, ähnlich wie ein Aktien-Sparplan, bei dem monatlich eine fixe Summe investiert wird. In einen Goldsparplan investieren Anleger jeden Monat eine festgelegte Summe, um eine kleine Menge physischen Goldes zu erwerben, das in der Regel vom Händler in einem Tresor verwahrt wird. Es gibt verschiedene Arten von Goldsparplänen: Bei der einen Variante wählt der Anleger zu Beginn eine Barrengröße oder eine bestimmte Münze aus und zahlt so lange monatlich Geld ein, bis das Gold ihm gehört. Bei der anderen Variante erwirbt der Anleger Teileigentum an einem größeren Barren. Diese Methode ist meist günstiger, da man Anteile eines großen Goldbarrens erwirbt.

Je größer die Barren sind, desto niedriger sind die Aufgelder, also die Differenz zwischen dem aktuellen Spotpreis von Gold und dem Verkaufspreis. In diese Differenz fließen Produktionskosten, Lieferkosten und Lagerkosten ein. Goldsparpläne sind für Anleger sinnvoll, die in physisches Gold investieren möchten, aber nicht genug Geld auf einmal zur Verfügung haben. Außerdem profitieren Anleger vom sogenannten Cost-Average-Effect, da sie durch regelmäßige Investitionen sowohl zu günstigen als auch zu hohen Preisen kaufen und somit einen Durchschnittspreis erzielen.

Wer jedoch über ausreichend Kapital verfügt, sollte erwägen, es komplett zu investieren, um vom Zinseszinseffekt zu profitieren. Goldsparpläne haben auch produktspezifische Nachteile und Risiken. Der Markt ist nicht reguliert und es gibt viele unseriöse Anbieter, was in der Vergangenheit zu Anlageskandalen geführt hat. Verbraucherzentralen sehen Goldsparpläne kritisch, da die Preise bei kleinen Mengen höher sind und einige Anbieter hohe Vermittlungsprovisionen und zusätzliche Gebühren berechnen.

Bei der Auswahl des Anbieters sollten Anleger auf die Seriosität achten und bevorzugt bei ihrer Hausbank oder LBMA-zertifizierten Händlern investieren. Es ist wichtig, dass das Gold als Sondervermögen verwahrt wird, um es bei einer Insolvenz des Anbieters zu schützen. Goldsparer sollten Produkte mit Mindestvertragslaufzeiten oder Kündigungsfristen meiden und darauf achten, dass Kosten und Gebühren transparent sind.

Alternativen zum Goldsparplan sind das selbstständige Sparen mit einem festgelegten Sparziel oder mit physischem Gold gedeckte ETCs, die eine direkte Teilhabe an der Wertentwicklung von Gold ermöglichen.

GoldpreisInvestitionenGold

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