Goldpreis sinkt nach US-Inflationsdaten
Zinssenkungserwartungen und schwache asiatische Nachfrage beeinflussen den Markt im August

Der Goldpreis fiel am Freitag um 1%, da der Dollar und die Renditen der US-Staatsanleihen nach der Veröffentlichung von US-Inflationsdaten zulegten. Trotz des Rückgangs steht das Edelmetall vor einem monatlichen Gewinn, da eine Zinssenkung durch die US-Notenbank Federal Reserve im September weiterhin möglich ist. Der Spotpreis für Gold sank um 0,9% auf 2.497,53 US-Dollar pro Unze, während die US-Gold-Futures um 1,3% auf 2.527,60 US-Dollar fielen. Im August erzielte Gold einen Anstieg von 2%, nachdem die Preise am 20. August auf ein Allzeithoch von 2.531,60 US-Dollar gestiegen waren.
Die jüngsten Daten des US-Handelsministeriums zeigten, dass der Preisindex für die persönlichen Konsumausgaben (PCE) im vergangenen Monat um 0,2% gestiegen ist, was den Erwartungen der Ökonomen entsprach. Diese Daten bestätigen, dass die Inflation nicht mehr das Hauptanliegen der Federal Reserve ist, da sie ihren Fokus auf die Arbeitslosigkeit verlagert hat, was die Möglichkeit von Zinssenkungen im September weiter untermauert. Alex Ebkarian, Chief Operating Officer bei Allegiance Gold, erklärte, dass dies die Wahrscheinlichkeit für Zinssenkungen erhöhe.
Die Anleger richten nun ihre Aufmerksamkeit auf den US-Arbeitsmarktbericht, der in der kommenden Woche veröffentlicht wird. Phillip Streible, Chefmarktstratege bei Blue Line Futures, sagte, dass die nächste Woche darüber entscheiden werde, ob es bei der September-Sitzung der Federal Reserve zu einer Zinssenkung um 50 oder 25 Basispunkte kommen werde. Laut dem CME FedWatch-Tool stiegen die Wetten auf eine Zinssenkung um 25 Basispunkte leicht auf 69%, während die Wahrscheinlichkeit einer 50-Basispunkte-Senkung auf 31% sank.
Die Hauptindizes an der Wall Street schlossen am Freitag höher, wobei der Dow Jones Industrial Average zum zweiten Mal in Folge auf einem Rekordhoch endete. Die neuen Wirtschaftsdaten verstärkten die Erwartungen, dass die Federal Reserve im September mit Zinssenkungen beginnen wird.
Die physische Nachfrage nach Gold blieb in den wichtigsten asiatischen Märkten verhalten, da neue Importquoten die Nachfrage in China nicht ankurbeln konnten. Daniel Ghali, Rohstoffstratege bei TD Securities, bemerkte, dass systematische Trendfolger ihre Positionen fast maximal ausgeweitet haben. Trotz einer schwachen physischen Nachfrage in China und geringer Zuflüsse in chinesische Gold-ETFs erreichte die Positionierung in Shanghai nahezu Rekordhöhen.
Silber sank um 2,2% auf 28,78 US-Dollar pro Unze, und Platin fiel um 1,2% auf 926,65 US-Dollar. Beide Metalle verzeichneten im August monatliche Verluste. Palladium gab um 1,7% auf 963,34 US-Dollar nach, konnte jedoch einen monatlichen Anstieg von 4,3% verzeichnen.
