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Goldman Sachs entdeckt neue Chancen bei Erdgas-Aktien dank KI-getriebener Rechenzentrums-Nachfrage

Goldman Sachs hat nach jüngsten Kursverlusten bei Midstream-Erdgasaktien neue Einstiegschancen identifiziert und die Nachfrageprognosen für Rechenzentren deutlich angehoben. Die Bank hebt Williams Companies, Kinder Morgan und Kodiak Gas als besonders viel

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Goldman Sachs entdeckt neue Chancen bei Erdgas-Aktien dank KI-getriebener Rechenzentrums-Nachfrage

Die Investmentbank Goldman Sachs hat nach einem deutlichen Kursrückgang bei Aktien von Midstream-Unternehmen im Erdgassektor frische Bewertungschancen ausgemacht. Die Analysten haben ihre Prognosen für den Strombedarf aus Gaskraftwerken, der durch Rechenzentren befeuert wird, kräftig nach oben korrigiert.

Nach Einschätzung der Großbank wird die Nachfrage nach Erdgas zwischen 2025 und 2030 um täglich 10 bis 11 Milliarden Kubikfuß (Bcf/d) zulegen. Das ist eine deutliche Aufstockung im Vergleich zur vorherigen Prognose von 7 bis 8 Bcf/d, die zu Beginn dieses Jahres veröffentlicht wurde.

Anlass für die Neubewertung ist die aktualisierte Analyse des Utilities- und Power-Forschungsteams von Goldman Sachs aus dem Vormonat. Die Gesamtschätzungen für die Stromversorgung von Rechenzentren wurden bis 2030 um rund 30 Prozent auf 108 Gigawatt (GW) angehoben, nach zuvor 83 GW.

Drei Unternehmen im Visier der Analysten

Die Aktien der Midstream-Pipeline-Betreiber haben seit ihren Höchstständen Mitte Mai rund 12 Prozent eingebüßt. Goldman Sachs sieht darin einen günstigen Einstiegszeitpunkt und hebt drei Gesellschaften besonders hervor.

Die Williams Companies (WMB) bewertet Goldman Sachs als Top-Pick mit einem „Buy“-Rating. Das Unternehmen profitiere sowohl von der steigenden Nachfrage nach Erdgaspipelines als auch von Chancen im Bereich der dezentralen Stromerzeugung. Die Analysten sehen Williams als zentralen Gewinner des Ausbaus von Erdgas-Transportinfrastruktur, der für die wachsende Stromproduktion aus Rechenzentren nötig ist. Williams Companies wies für das zweite Quartal einen Umsatz von 3,05 Milliarden US-Dollar aus, womit die Analystenerwartungen übertroffen wurden.

Kinder Morgan (KMI) erhält von Goldman Sachs ebenfalls ein „Buy“-Rating. Die Bank verweist auf die starke Positionierung des Konzerns im Zusammenhang mit dem wachsenden Erdgasbedarf aus Rechenzentren. Goldman Sachs taxiert das durchschnittliche Aufwärtspotenzial in ihrer Abdeckungsliste auf rund 11 Prozent gemessen an den Kurszielen. Das Unternehmen sei bestens aufgestellt, wenn die Gasnachfrage für die Stromerzeugung in Rechenzentren ansteige. In einer jüngsten Meldung übertraf Kinder Morgan die Gewinn- und Umsatzerwartungen der Wall Street und hob zudem die Jahresprognose an.

Kodiak Gas (KGS) wird von den Analysten als Spezialist für dezentrale Stromlösungen hervorgehoben. Die Aktie notiert auf Niveaus, die dem Stromgeschäft implizit keinen Wert beimessen. Der kommerzielle Erfolg sei die nächste zu nehmende Hürde für die Gesellschaft, so Goldman Sachs. Kunden würden vermutlich großen Wert auf nachgewiesene Erfolgsbilanzen bei der Projektumsetzung legen. Kodiak Gas Services meldete für das zweite Quartal einen Umsatz von 391,1 Millionen US-Dollar, der die Analystenschätzungen übertraf.

Perspektiven und Impulsgeber

Nach Ansicht von Goldman Sachs ist eine verlässliche Umsetzung neuer Ankündigungen von Erdgaspipeline-Projekten erforderlich, um die jüngste Kursschwäche zu überwinden und die Wachstumserwartungen zu untermauern. Die Bank stellt fest, dass Komponenten wie Turbinen zunehmend besser verfügbar sind. Große Projektvorhaben werden in der zweiten Jahreshälfte 2026 als Kurstreiber für weitere Kurssteigerungen erwartet.

Für Anleger mit Fokus auf Rohstoffe ist der Blick auf US-amerikanische Midstream-Unternehmen im Erdgassektor von Bedeutung, da die Nachfrage aus Rechenzentren ein globales Phänomen darstellt. Die gewaltigen Investitionen in Künstliche Intelligenz und Cloud-Infrastruktur treiben den Stromverbrauch weltweit in die Höhe, wobei Erdgas als Brückentechnologie eine Schlüsselrolle einnimmt.

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