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Gipfeltreffen Trump-Xi: Rohstoffversorgung und KI-Regeln auf der Agenda

Die Vorgespräche zwischen US-Finanzminister Bessent und Chinas Vize-Premier He Lifeng in New York drehen sich um Handelswaffenstillstand, kritische Rohstoffe, LNG-Zölle und erstmals umfassend um KI-Regulierung. Für Rohstoffanleger besonders relevant: Die

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Gipfeltreffen Trump-Xi: Rohstoffversorgung und KI-Regeln auf der Agenda

Im New Yorker Hauptquartier von JPMorgan Chase fanden am Sonntag richtungsweisende Vorgespräche für das viel beachtete Gipfeltreffen zwischen US-Präsident Donald Trump und Chinas Staatschef Xi Jinping in Washington statt. US-Finanzminister Scott Bessent und der chinesische Vize-Premier He Lifeng kamen zusammen, begleitet von US-Handelsbeauftragtem Jamieson Greer, um mögliche Übereinkünfte auszuloten.

Im Mittelpunkt der Verhandlungen steht der US-chinesische Handelswaffenstillstand, der am 10. November ausläuft. Fachleute wie Anna Ashton von Ashton Intelligence bremsen jedoch die Hoffnungen auf einen großen Durchbruch. Ihrer Einschätzung nach werden beide Seiten lediglich kleinere Fortschritte vereinbaren, um eine Verschärfung der Handelskonflikte zu verhindern und den bestehenden Zustand zu bewahren.

Konflikte um strategische Rohstoffe und LNG-Zölle

Ein zentraler Zankapfel bleibt die Lieferung kritischer Mineralien und Seltenerdmagneten. Obwohl China in einem früheren Abkommen zugesichert hatte, die Ausfuhren an US-amerikanische und internationale Kunden wiederaufzunehmen, bewertete ein ranghoher US-Vertreter die bisherige Umsetzung durch Peking als „unzureichend“. Zugleich wird über eine Verringerung oder Abschaffung der chinesischen Abgaben auf US-Flüssigerdgas (LNG) beraten. Diese Zölle, die im Februar 2025 als Vergeltung für US-Maßnahmen verhängt wurden, hatten den Austausch nahezu gestoppt. Eine Entspannung könnte den US-Produzenten, die ihre Exportkapazitäten kräftig erweitern, neue Absatzmöglichkeiten verschaffen – ein relevantes Signal für Rohstoffanleger, die den Energiesektor im Blick haben.

KI-Regulierung gewinnt an Bedeutung

Ein neues und zentrales Thema stellt die Kontrolle Künstlicher Intelligenz (KI) dar. Bessent hob die Bedeutung von „Schutzmechanismen“ hervor, um schädlichen Akteuren den Zugang zu leistungsfähigen KI-Systemen zu verwehren. Die Gespräche sollen sowohl „Open-Weight“- als auch „Closed-Weight“-Modelle umfassen. Während US-Firmen vermehrt auf günstigere chinesische Open-Weight-Modelle setzen, warnte Bessent vor einer Spaltung der Systeme und plädierte für einen Austausch über gemeinsame Gefahren. Die Notwendigkeit der Kooperation wird durch die Bedeutung Seltener Erden unterstrichen, die für die Halbleitertechnologie und somit für die KI-Entwicklung unverzichtbar sind – ein Aspekt, der die Abhängigkeit westlicher Technologie von chinesischen Rohstoffen deutlich macht.

Ungelöste Fragen und vorsichtige Öffnungstendenzen

Darüber hinaus werden Altlasten des Mai-Gipfels in Peking aufgearbeitet, etwa die Reduzierung von Zöllen auf nicht-strategische Güter sowie chinesische Zusagen zum Erwerb von US-Agrarprodukten im Wert von 17 Milliarden Dollar jährlich und die Abnahme von über 200 Boeing-Flugzeugen. Während die US-Regierung unter neuen Vollmachten Zölle – beispielsweise wegen Vorwürfen der Zwangsarbeit – wieder einführt, zeichnet sich eine behutsame Öffnung im Investitionsbereich ab: Medienberichten zufolge erarbeitet Washington Richtlinien, die US-Pharmaunternehmen Investitionen in chinesische Medikamentenentwicklungen erlauben könnten.

Begleitet wird He Lifeng von einer Abordnung chinesischer Unternehmen, was dem Format der US-Wirtschaftsdelegation entspricht, die Trump im Mai nach Peking führte. Während Trump sich aufgeschlossen für chinesische Autofabriken in den USA zeigte, warnen US-Wirtschaftsverbände aus Sicherheitserwägungen weiterhin vor chinesischen Fahrzeugimporten.

Für Anleger im Rohstoffsektor bleibt die Entwicklung der US-chinesischen Handelsbeziehungen von hoher Relevanz. Kommt es zu einer Entspannung, könnten insbesondere die Rohstoffmärkte profitieren, da die Nachfrage nach Industriemetallen und Energie neu belebt würde. Ein Scheitern der Verhandlungen und eine Verschärfung des Handelskonflikts würden dagegen die globalen Lieferketten zusätzlich belasten und die konjunkturellen Risiken – auch für Rohstoffpreise – erhöhen.

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