ANZEIGE

Exxon kurz vor Abschluss von Milliardendeal in Nigeria

Präsident Tinubu verspricht schnelle Genehmigung und Investorenfreundlichkeit

2 Min
Exxon kurz vor Abschluss von Milliardendeal in Nigeria

Exxon Mobil Corp steht kurz davor, den Verkauf seiner nigerianischen Onshore-Vermögenswerte an Seplat Energy PLC abzuschließen. Wie der nigerianische Präsident Bola Tinubu am Dienstag mitteilte, wird die Genehmigung des 1,28-Milliarden-Dollar-Geschäfts in den kommenden Tagen erfolgen, nachdem die Regulierungsbehörde ihr Einverständnis gegeben hat. Diese Transaktion, die seit ihrer Ankündigung im Jahr 2022 genau beobachtet wurde, gilt als richtungsweisend für den Markt. Analysten gehen davon aus, dass ähnliche Geschäfte, wie der Verkauf von Shell-Vermögenswerten an Renaissance im Januar, ebenfalls bald genehmigt werden könnten.

Tinubu äußerte sich in einer Fernsehansprache anlässlich des 64. Jahrestages der Unabhängigkeit Nigerias zu diesem Thema. Er betonte das Engagement seiner Regierung, Investoren einen einfachen Zugang zum Markt zu ermöglichen, während die regulatorischen Prozesse des Landes eingehalten werden. „In diesem Sinne wird die Veräußerung von ExxonMobil an Seplat in wenigen Tagen die ministerielle Genehmigung erhalten, nachdem sie vom Regulator abgeschlossen wurde“, sagte Tinubu. Allerdings hat die Nigerian Upstream Petroleum Regulatory Commission bisher keine offizielle Bestätigung zur Genehmigung des Geschäfts veröffentlicht.

Nigeria steht vor der Herausforderung, die Ölproduktion zu steigern, die die Haupteinnahmequelle des Landes ist. Ein Grund für den Produktionsrückgang ist der weit verbreitete Diebstahl von Rohöl sowie die Beschädigung von Pipelines im Niger-Delta. Diese Umstände zwingen Unternehmen wie Exxon Mobil und Shell dazu, sich auf Offshore- und Tiefseeprojekte für zukünftige Expansionen zu konzentrieren. Letzte Woche kündigte die Präsidentschaft an, dass Exxon Mobil im Zuge einer neuen Investitionsoffensive in Nigeria 10 Milliarden Dollar in Offshore-Ölaktivitäten investieren wolle.

Tinubu betonte, dass seine Regierung weiterhin Reformen durchführen werde, um Investoren anzulocken. Seit seinem Amtsantritt im letzten Jahr habe Nigeria ausländische Direktinvestitionen in Höhe von über 30 Milliarden Dollar verzeichnen können. Seine Reformen umfassen die Lockerung der Devisenkontrollen, die Abwertung der Landeswährung sowie die Kürzung von Subventionen für Kraftstoff und Elektrizität. Diese Maßnahmen haben jedoch auch zu einer Verschärfung der Lebenshaltungskostenkrise geführt und Unmut in der Bevölkerung ausgelöst. Tinubu versprach zudem steuerliche Reformen, darunter eine Senkung der Unternehmenssteuern, um Nigeria für Investoren noch attraktiver zu gestalten.

Exxon NigeriaÖlWirtschaftEnergie

Meistgelesene News

  1. Millennium Silver leitet Drohnenvermessung bei Nevada-Silberprojekt ein
  2. Mais-Futures unter Druck: Dollarstärke und Rekordernte belasten die Preise
  3. Geheimmission auf dem Bosporus: Schattenflotte-Tanker mit russischem Öl unterwegs
  4. Trumps Exportbremse: Droht ein US-Verbot für Diesel und Benzin?
  5. BRICS-Staaten fordern Ende der Sanktionen – Auswirkungen auf Rohstoffmärkte

Disclaimer