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BASF und ExxonMobil treiben Methanpyrolyse voran

Partner validieren emissionsarmen Wasserstoff in gemeinsamer Demonstrationsanlage in Texas

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BASF und ExxonMobil treiben Methanpyrolyse voran

BASF und ExxonMobil arbeiten an einer gemeinsamen Entwicklung, die auf die industrielle Nutzung emissionsarmen Wasserstoffs abzielt. Im Mittelpunkt steht die Weiterentwicklung der Methanpyrolyse, einem Verfahren, das Erdgas oder alternative Gase wie Biomethan in Wasserstoff und festen Kohlenstoff umwandelt. Die Technologie kommt ohne Wasser aus, benötigt deutlich weniger elektrische Energie als die Wasserelektrolyse und vermeidet direkte Kohlendioxidemissionen. Zudem lässt sich bestehende Erdgasinfrastruktur nutzen, was den industriellen Einsatz erleichtert.

BASF forscht seit mehr als zehn Jahren an der Methanpyrolyse und verfolgt dabei ein vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt gefördertes Projekt. Das Unternehmen hat ein Reaktorkonzept entwickelt, das die Herstellung von Wasserstoff ohne Kohlendioxidemissionen ermöglicht. Diese Lösung wurde bereits erfolgreich an der Methanpyrolyse-Testanlage am Standort Ludwigshafen validiert. Die bisherigen Erkenntnisse dienen nun als Grundlage für die geplante gemeinsame Weiterentwicklung.

ExxonMobil verweist auf eine langjährige technische Expertise im Bereich Methanpyrolyse. Das Unternehmen bringt umfassende Erfahrungen im Hochskalieren industrieller Technologien ein. In der strategischen Kooperation sollen die Prozessinnovationen von BASF mit der Skalierungskompetenz von ExxonMobil verbunden werden, um kosteneffizienten und emissionsarmen Wasserstoff in großem Maßstab wirtschaftlich nutzbar zu machen.

Die Partner planen den Bau und Betrieb einer Demonstrationsanlage im Baytown-Komplex von ExxonMobil im US-Bundesstaat Texas. Die Anlage soll jährlich bis zu 2.000 Tonnen emissionsarmen Wasserstoff sowie 6.000 Tonnen festen Kohlenstoff produzieren. Ziel ist es, die Methanpyrolyse im industriellen Maßstab zu validieren und den wirtschaftlichen Betrieb zu testen. Die dabei gewonnenen Erkenntnisse sollen als Basis für eine mögliche großtechnische Umsetzung dienen.

BASF-Technikvorstand Stephan Kothrade sieht in der Technologie ein erhebliches Potenzial zur Senkung des CO₂-Fußabdrucks des Produktportfolios. Die Entwicklung fügt sich in die strategische Ausrichtung des Unternehmens ein, das die Transformation seiner Kunden unterstützen möchte. Die Kooperation stellt für beide Unternehmen einen Schritt dar, um den Einsatz emissionsarmer Technologien in industriellen Wertschöpfungsketten voranzubringen und neue Lösungen für die Energie- und Rohstoffwende zu entwickeln.

Exxon BASFWasserstoff

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