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Wall Street schwächer: Ölpreise nahe 100 Dollar schüren Inflationssorgen

Nahost-Spannungen treiben Rohölpreise in die Höhe und belasten die US-Börsen zum Handelsstart.

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Wall Street schwächer: Ölpreise nahe 100 Dollar schüren Inflationssorgen

Die Wall Street hat am Donnerstag schwächer eröffnet, nachdem die Ölpreise auf knapp 100 US-Dollar pro Barrel gestiegen sind. Auslöser sind die eskalierenden Spannungen im Nahen Osten, nachdem der neue iranische Staatschef die Schließung der Straße von Hormus bekräftigt hat. Die Entwicklung schürt Inflationsängste und zwingt Händler, ihre Erwartungen an US-Zinssenkungen zu revidieren.

Der Dow Jones Industrial Average verlor zur Eröffnung 174,7 Punkte oder 0,37 Prozent und fiel auf 47.242,52 Zähler. Der breiter gefasste S&P 500 gab um 34,9 Punkte beziehungsweise 0,52 Prozent auf 6.740,88 Punkte nach. Der technologielastige Nasdaq Composite verzeichnete mit einem Minus von 189,5 Punkten oder 0,83 Prozent den stärksten Rückgang und rutschte auf 22.526,59 Zähler.

Hormus-Krise als Katalysator

Die Straße von Hormus ist eine der wichtigsten Schifffahrtsrouten weltweit und gilt als Nadelöhr für rund 20 Prozent des globalen Ölhandels. Eine Blockade dieser Meerenge würde die globale Ölversorgung erheblich gefährden und die Energiepreise weiter in die Höhe treiben. Für Verbraucher und Unternehmen bedeutet das steigende Energie- und Transportkosten.

Parallel dazu zeigen sich weitere Warnsignale an den Märkten. Das Analysehaus Wolfe Research warnt, dass erhöhte Volatilität auf weiteres Abwärtspotenzial für Aktien hindeutet. Auch der Goldpreis bleibt bei steigenden Ölpreisen stabil, während der US-Dollar angesichts des anhaltenden Iran-Konflikts zulegt – ein klassisches Muster in Risikoaversion-Phasen.

Zinssenkungsfantasie schwindet

Steigende Ölpreise erhöhen den Inflationsdruck in den USA und könnten die US-Notenbank Fed dazu zwingen, ihren geplanten Zinssenkungskurs zu verlangsamen oder ganz auszusetzen. Höhere Zinsen belasten insbesondere Wachstumsaktien und den Technologiesektor, was den überproportionalen Rückgang des Nasdaq erklärt. Für deutsche Anleger mit US-Engagements bedeutet das erhöhte Unsicherheit in den kommenden Wochen.

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