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Ukraine fliegt erneute Drohnenangriffe auf russische Ölraffinerien

Die Ukraine hat ihre Drohnenangriffe auf russische Ölraffinerien in den Regionen Perm und Tatarstan wieder aufgenommen. Die gezielten Schläge gegen die kriegswichtige Energieinfrastruktur erfolgten kurz nach US-Vermittlungsgesprächen in Moskau und zeigen

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Ukraine fliegt erneute Drohnenangriffe auf russische Ölraffinerien

Die Ukraine hat ihre Luftangriffe auf bedeutende Erdölverarbeitungsanlagen im russischen Kernland erneut gestartet. In der Nacht zu Montag griffen ukrainische Drohnen mit großer Reichweite Einrichtungen in der Region Perm sowie in Tatarstan an – mehrere tausend Kilometer von der ukrainischen Staatsgrenze entfernt.

Staatschef Wolodymyr Selenskyj bestätigte die Militäraktion am Montag über seinen Telegram-Kanal. „Unsere Einheiten für Langstreckeneinsätze haben Ölraffinerien in der Region Perm und in Tatarstan attackiert“, schrieb er, ohne präzise Angaben zu Einschlägen oder Zerstörungen zu machen. Die Attacken erfolgten im Anschluss an einen Besuch von US-amerikanischen Vermittlern in Moskau am vergangenen Wochenende.

Gründe für die erneuten Attacken

Zuvor hatte Kiew seine Schläge gegen russische Energieanlagen vorübergehend reduziert. Nun scheint die Ukraine ihre Strategie zu ändern und wieder gezielt Raffinerien anzugreifen, die für die Treibstoffversorgung Russlands und dessen Kriegsökonomie essenziell sind.

Die Region Perm liegt im Vorland des Ural-Gebirges, rund 1.300 Kilometer östlich von Moskau. Tatarstan, eine Wolga-Republik, befindet sich etwa 800 Kilometer südöstlich der russischen Hauptstadt. Beide Gebiete wurden bislang als weitgehend sicher vor ukrainischen Attacken betrachtet, da sie weit hinter der Kampflinie liegen.

Bedeutung der angegriffenen Anlagen

Erdölraffinerien sind ein wesentlicher Pfeiler der russischen Kriegswirtschaft. Sie liefern den russischen Streitkräften Treibstoff für Panzer, Flugzeuge und Militärfahrzeuge. Zudem erwirtschaftet der Export veredelter Erdölprodukte Devisen, die Moskau zur Kriegsfinanzierung benötigt.

Durch die gezielte Zerstörung oder Beeinträchtigung dieser Einrichtungen versucht die Ukraine, die russische Logistik zu behindern und die wirtschaftlichen Grundlagen des Angriffskriegs zu untergraben. Die Wiederaufnahme der Luftangriffe zeigt zudem, dass Kiew trotz laufender diplomatischer Kanäle weiterhin auf militärische Optionen setzt.

Diplomatische Hintergründe

Der Zeitpunkt der Attacken ist auffällig: Sie fanden unmittelbar nach dem Aufenthalt US-amerikanischer Unterhändler in Moskau am vergangenen Wochenende statt. Die USA sind der bedeutendste militärische und finanzielle Partner der Ukraine in ihrer Verteidigung gegen Russland.

Ob die erneuten Angriffe in Verbindung mit den Gesprächen in Moskau stehen oder lediglich zeitlich zusammentreffen, ließ Selenskyj in seiner Erklärung offen. Unbestritten ist jedoch, dass die Ukraine ihre Fähigkeit zu weitreichenden Attacken auf russisches Hoheitsgebiet kontinuierlich ausbaut.

Technologische Fortschritte

In den vergangenen Monaten hat die Ukraine ihre Drohnenkapazitäten deutlich gesteigert. Die eingesetzten Langstrecken-Angriffsdrohnen erreichen Ziele in einer Distanz von über 1.000 Kilometern. Somit ist Kiew in der Lage, strategisch relevante Infrastruktur tief im russischen Hinterland zu treffen, ohne auf westliche Marschflugkörper angewiesen zu sein.

Die Attacken auf die Raffinerien in Perm und Tatarstan belegen, dass die ukrainischen Streitkräfte ihre Reichweite und Zielgenauigkeit stetig verbessern. Für die russische Flugabwehr wird es zunehmend schwieriger, das gesamte Staatsgebiet vor Drohnenangriffen zu schützen.

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