Tanker-Explosion im Iran: Zehn Tote bei Verkehrsunfall
Im Westen Irans detonierte ein Tanklastwagen nach einem Bremsdefekt auf der Autobahn zwischen Hamadan und Sanandadsch; zehn Menschen starben, sechs wurden verletzt.

Bei einem folgenschweren Verkehrsunglück im Westen Irans ist am Samstag ein mit Treibstoff beladener Lkw in Flammen aufgegangen und detoniert. Zehn Personen kamen dabei ums Leben, wie staatliche Nachrichtenquellen meldeten. Der Unglücksort liegt auf der Fernstraße zwischen Hamadan und Sanandadsch.
Laut dem Gouverneur von Sanandadsch war der Tankwagen infolge eines Defekts an der Bremsanlage in den Unfall verwickelt. Das Fahrzeug fing Feuer und explodierte anschließend. Die Einsatzkräfte konnten die Flammen nach Angaben der Verantwortlichen inzwischen unter Kontrolle bringen.
Nähere Einzelheiten zu dem Unglück
Zusätzlich zu den zehn Todesopfern erlitten sechs weitere Menschen Verletzungen, wie der Gouverneur mitteilte. Die lokalen Behörden untersuchen derzeit die genauen Umstände des Vorfalls. Die Strecke zwischen Hamadan und Sanandadsch zählt zu den stark frequentierten Verkehrswegen im Westen Irans.
Unfälle mit Tanklastzügen ereignen sich in dieser Region wiederholt. Technische Mängel an den Fahrzeugen sowie die anspruchsvollen Straßenverhältnisse in den bergigen Landstrichen Westirans gelten häufig als Auslöser solcher Katastrophen. Die Regierung in Teheran hat in der Vergangenheit mehrfach Maßnahmen zur Erhöhung der Verkehrssicherheit versprochen, doch die Unfallzahlen bewegen sich weiterhin auf hohem Niveau.
Der Iran weist global eine der höchsten Quoten an Verkehrstoten auf. Offiziellen Statistiken zufolge sterben jährlich rund 17.000 Menschen bei Verkehrsunfällen im Land. Neben technischen Fahrzeugmängeln tragen auch die häufig missachteten Verkehrsvorschriften sowie die mangelhafte Infrastruktur auf vielen Überlandstraßen zu dieser Bilanz bei.
Die Explosion eines Tankwagens birgt aufgrund der großen Mengen beförderter Kraftstoffe ein erhebliches Risiko. Bei einer Kollision oder einem technischen Versagen kann es zu verheerenden Bränden und Detonationen kommen, die nicht nur die Fahrzeuginsassen, sondern auch andere Verkehrsteilnehmer in Mitleidenschaft ziehen.
Die zuständigen Stellen in der Provinz Kordestan, zu der Sanandadsch gehört, haben Ermittlungen zu dem Vorfall eingeleitet. Erste Ergebnisse sollen in den kommenden Tagen veröffentlicht werden. Die Identität der Verstorbenen wurde bislang nicht offiziell mitgeteilt.
