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Sisson-Projekt: Northcliff profitiert von explodierenden Wolframpreisen

Northcliff Resources hat eine aktualisierte Machbarkeitsstudie für das Wolfram-Molybdän-Projekt Sisson vorgelegt, die dank massiv gestiegener Rohstoffpreise einen Kapitalwert von knapp fünf Milliarden US-Dollar ausweist. Das kanadische Vorhaben könnte die

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Sisson-Projekt: Northcliff profitiert von explodierenden Wolframpreisen

Die kanadische Northcliff Resources (TSX: NCF; US-OTC: NCFFF) hat eine überarbeitete Machbarkeitsstudie für ihr Wolfram-Molybdän-Vorhaben Sisson in der Provinz New Brunswick veröffentlicht. Die Kennzahlen können sich sehen lassen: Der Kapitalwert nach Steuern (NPV) beträgt bei einem Abzinsungssatz von acht Prozent umgerechnet 4,98 Milliarden US-Dollar und übersteigt die geschätzten Errichtungskosten von rund 1,1 Milliarden US-Dollar damit um mehr als das Vierfache. Die interne Verzinsung liegt bei 50 Prozent, die Rückzahlungsfrist beträgt lediglich 1,6 Jahre.

Zum Vergleich: Eine frühere Untersuchung aus dem Jahr 2013 wies einen NPV von nur 418 Millionen US-Dollar bei Bauausgaben von 579 Millionen US-Dollar aus. Die damalige Rendite belief sich auf 16 Prozent, die Amortisation auf 4,5 Jahre. Die enormen Unterschiede sind in erster Linie auf die Preisentwicklung bei Wolfram zurückzuführen.

Metallmärkte bestimmen die Rentabilität

„Die Rohstoffpreise, allen voran die Notierungen für Wolfram, sind seit 2013 angestiegen, und die Wechselkursveränderungen haben die finanziellen Resultate zusätzlich gestärkt“, erläuterte Präsident und CEO Andrew Ing. „Inflationsbedingte Kostensteigerungen und höhere Provinzsteuern haben seither allerdings auch die Investitions- und Betriebsausgaben sowie die Steuerlast erhöht.“

Im Februar 2025 verhängte China Exportbeschränkungen für bestimmte Wolframerzeugnisse. Dies ließ die Preise außerhalb des Reichs der Mitte massiv anziehen. Europäisches Wolframkonzentrat notierte Mitte August bei 2.400 bis 2.600 US-Dollar pro trockener metrischer Tonneneinheit (mtu) – selbst nachdem die Kurse bereits von ihren Höchstständen nachgegeben hatten. Die aktuelle Sisson-Studie kalkuliert für 2030 mit einem Preis von 1.520 US-Dollar pro mtu, der ab 2040 auf 1.880 US-Dollar ansteigen soll. Die Studie von 2013 war seinerzeit noch von 350 US-Dollar pro mtu ausgegangen.

Schlüsselrolle für die Wolframversorgung außerhalb Chinas

Das Sisson-Projekt befindet sich rund 100 Kilometer nordwestlich von Fredericton und wurde im November von der kanadischen Bundesregierung in das Amt für Großprojekte aufgenommen. Ottawa verfolgt damit das Ziel, die heimische Wolframproduktion wiederzubeleben. Das Land fördert seit der Stilllegung seiner letzten Mine im Jahr 2015 kein Wolfram mehr.

Der geplante Tagebaubetrieb mit einer Lebensdauer von 27 Jahren soll täglich 30.000 Tonnen verarbeiten und pro Jahr durchschnittlich 598.000 mtu Wolframtrioxid sowie 4,2 Millionen Pfund Molybdän liefern. In den ersten fünf Betriebsjahren ist eine jährliche Wolframförderung von durchschnittlich 767.000 mtu vorgesehen. Dies entspricht rund 26 Prozent der aktuellen Minenförderung außerhalb Chinas, in der Anfangsphase sogar etwa 34 Prozent.

China förderte im vergangenen Jahr schätzungsweise 67.000 Tonnen Wolfram von insgesamt 85.000 Tonnen weltweit – ein Marktanteil von 79 Prozent. Die geplante Sisson-Produktion könnte die Abhängigkeit von Lieferungen aus China deutlich verringern.

Solide Reserven und Ressourcen als Fundament

Die nachgewiesenen Vorräte betragen 85,6 Millionen Tonnen mit einem Gehalt von 0,079 Prozent Wolframtrioxid und 0,025 Prozent Molybdän. Hinzu kommen wahrscheinliche Reserven in Höhe von weiteren 191,2 Millionen Tonnen. Die gemessenen und angegebenen Ressourcen belaufen sich auf insgesamt 421,6 Millionen Tonnen.

Während der zweijährigen Bauphase würde die Mine rund 500 Arbeitskräfte benötigen, im laufenden Betrieb etwa 300 Beschäftigte. Laut Northcliff sollen über die gesamte Minenlaufzeit hinweg 19,9 Milliarden kanadische Dollar an nicht diskontiertem Cashflow nach Steuern sowie 14,5 Milliarden kanadische Dollar an Steuerzahlungen und Abgaben anfallen.

Finanzierung und weiteres Vorgehen

Das Unternehmen beabsichtigt, mit der Grundplanung zu beginnen, parallel die Projektfinanzierung zu strukturieren und Bestellungen für langlebige Bergbaugeräte auf den Weg zu bringen. Ing zufolge strebt Northcliff eine Investitionsentscheidung in der zweiten Jahreshälfte 2027 sowie den Produktionsanlauf im Jahr 2030 an.

Das Vorhaben verfügt bereits über wesentliche umweltrechtliche Genehmigungen auf Bundes- und Provinzebene. Im vergangenen Jahr erhielt Northcliff 15 Millionen US-Dollar vom US-Verteidigungsministerium sowie 8,2 Millionen kanadische Dollar aus Ottawa. Die neuseeländische Todd Corp. hält 82 Prozent an Northcliff, nachdem sie im Vormonat ein Darlehen in Aktien gewandelt hatte. Northcliff selbst besitzt 88,5 Prozent an der Sisson-Partnerschaft, während eine Todd-Tochter direkt 11,5 Prozent hält.

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