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Sibanye-Stillwater startet Kupferprojekt und steigert Halbjahresertrag drastisch

Sibanye-Stillwater hat mit dem Kupferprojekt Mt Lyell in Australien den Einstieg in den Kupferbergbau eingeleitet und zugleich den bereinigten Halbjahresgewinn dank gestiegener Rohstoffpreise mehr als verdreifacht. Das Unternehmen investiert zudem in das

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Sibanye-Stillwater startet Kupferprojekt und steigert Halbjahresertrag drastisch

Der Minenkonzern Sibanye-Stillwater aus Südafrika hat sein erstes Kupfervorhaben initiiert und zugleich einen kräftigen Zuwachs beim Halbjahresgewinn präsentiert. Wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte, soll die Realisierung des Kupfer-Gold-Projekts Mt Lyell in Australien in der ersten Jahreshälfte 2027 anlaufen; die Aufnahme der Förderung wird für Anfang 2029 erwartet.

Mit dem Einstieg bei Mt Lyell betritt Sibanye erstmals das Geschäftsfeld des Kupferbergbaus. Bis zum Jahr 2032 wird eine jährliche Kupferfördermenge von rund 26.000 Tonnen angepeilt. Die geschätzten Gesamtinvestitionen für das Vorhaben belaufen sich auf etwa 340 Millionen US-Dollar.

Steigende Rohstoffnotierungen beflügeln Ergebnis

Der bereinigte Gewinn pro Aktie von Sibanye hat sich in den sechs Monaten bis zum 30. Juni mehr als verdreifacht und erreichte 6,01 Rand (0,3721 US-Dollar), verglichen mit 1,90 Rand im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Treiber dieser Entwicklung sind merklich angezogene Preise für Gold und Platingruppenmetalle (PGMs).

Die durchschnittlich erzielten Preise für PGMs stiegen in Südafrika um 67 Prozent und in den USA um 70 Prozent. Auch die Goldnotierungen lagen im Berichtszeitraum um 35 Prozent über dem Vorjahresniveau. Das Unternehmen wird eine Zwischendividende von 2,01 Rand je Aktie ausschütten, was einer Rückführung von insgesamt 5,7 Milliarden Rand an die Aktionäre entspricht.

Strategische Ausweitung auf Batteriemetalle

Sibanye-CEO Richard Stewart begründete den Einstieg bei Mt Lyell mit den strategischen Vorgaben des Konzerns. "Es sollte innerhalb bestimmter Jurisdiktionen liegen, in denen wir aktiv sind, sowie bei bestimmten Metallen, die zukunftsgerichtet sind", erklärte Stewart gegenüber Reuters. "Kupfer gehört zu diesen Metallen."

Neben Kupfer forciert Sibanye den Ausbau im Bereich Batteriemetalle. Mit dem Lithiumprojekt Keliber in Finnland will sich der Konzern an der steigenden Nachfrage nach Elektrofahrzeugen beteiligen. Keliber gilt als das erste großangelegte Lithiumförder- und -verarbeitungsunternehmen Europas.

Austausch mit der EU über Schutzmaßnahmen

Für das Lithiumvorhaben beantragt Sibanye bei der Europäischen Union Absicherungen gegen Preisschwankungen und unfairen Wettbewerb. Stewart bewertete die bisherigen Gespräche mit der EU als positiv. "Es gab viele Diskussionen darüber, wie Modelle aussehen könnten, wie sie funktionieren würden, ob es um lokale Inhalte geht und so weiter. Aber wir haben noch keine verbindlichen Entscheidungen der EU in diese Richtung gesehen", ergänzte er.

Perspektive

Mit der Freigabe von Mt Lyell und dem Ausbau des Lithiengeschäfts in Europa stellt sich Sibanye-Stillwater breiter auf im Bereich zukunftsorientierter Rohstoffe. Die robuste Gewinnentwicklung im ersten Halbjahr 2024 verschafft dem Unternehmen dabei finanziellen Handlungsspielraum für die avisierten Investitionen. Die Mine Mt Lyell war 2014 stillgelegt worden und wird nun unter veränderten strategischen Vorzeichen wieder in Betrieb genommen.

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