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Rohstoffallianz: Kanada und Chile vertiefen Bergbaukooperation

Kanada und Chile bauen ihre Zusammenarbeit im Bergbausektor weiter aus – mit Fokus auf kritische Mineralien, nachhaltige Technologien und stabile Lieferketten für Rohstoffinvestoren.

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Rohstoffallianz: Kanada und Chile vertiefen Bergbaukooperation

Kanada und Chile vertiefen ihre Kooperation im Rohstoffsektor weiter. Dies bestätigte Claude Guay, parlamentarischer Staatssekretär des kanadischen Ministers für Energie und natürliche Ressourcen, während eines Austauschs mit Führungskräften chilenischer Minenkonzerne im Rahmen der Konferenz der Bergbauminister der Amerikas.

Im Fokus der Gespräche standen die nachhaltige Rohstoffförderung, die Absicherung der Lieferketten für strategische Mineralien sowie neue Handels- und Investitionsmöglichkeiten. Guay führte Gespräche mit Vertretern von Unternehmen wie Codelco, Antofagasta, Corfo, Teck Resources und MineSense sowie mit hochrangigen chilenischen Regierungsvertretern.

Strategische Allianz im Detail

Bereits heute ist Kanada der bedeutendste ausländische Investor im chilenischen Bergbau. Insgesamt 52 kanadische Firmen besitzen dort Vermögenswerte im Volumen von 43 Milliarden Kanadischen Dollar. Im Gegenzug stellt Chile das zweitwichtigste Zielland für kanadische Mineninvestitionen im Ausland dar.

Ein anschauliches Beispiel für die sich intensivierenden Wirtschaftsbeziehungen ist ein jüngst geschlossener Fünfjahresvertrag zwischen Codelco und dem kanadischen Unternehmen MacLean Engineering. Die Vereinbarung zielt darauf ab, neuartige Technologien für den Untertagebau schneller zur Marktreife zu führen.

Förderung durch Forschungs- und Innovationsprogramme

Darüber hinaus unterstützt Kanada Chile beim Ausbau seiner Kompetenzen im Bereich kritischer Rohstoffe. Dazu zählen Schulungsmaßnahmen in ganz Lateinamerika und der Karibik, die über das G7 Minerals Skills Network organisiert werden. Ein weiteres Vorhaben ist das Canada-Chile-Eureka-Projekt, für das Kanada 450.000 Dollar in die Entwicklung von Netzwerkanalytik- und Internet-of-Things-Lösungen investiert.

Das Industrial Research Assistance Programme des National Research Council of Canada arbeitet zudem mit dem Trade Commissioner Service von Global Affairs Canada zusammen. Gemeinsam leiten sie die Initiative „Canadian Cleantech in Mining“ in Chile. Im Rahmen dieser Mission sollen zwölf innovative kanadische Firmen beim Eintritt in den chilenischen Markt begleitet werden. Ziel ist es, ihre kommerzielle Einsatzreife zu verbessern und skalierbare sowie kostengünstige Lösungen für zentrale Probleme des chilenischen Bergbausektors voranzutreiben.

Fokusbereiche: Wasserhaushalt, Dekarbonisierung und Energieeffizienz

Zu den Problemfeldern, die mit diesen Lösungen angegangen werden sollen, zählen Wassermanagement, Dekarbonisierung, Energieeffizienz und Umweltbilanz. Der chilenische Minensektor steht vor erheblichen strukturellen Hürden, insbesondere in den wasserarmen Regionen des Landes.

Entwicklungen im Rahmen des Memorandum of Understanding

Guay verwies zudem auf die Fortschritte, die im Zuge eines 2024 unterzeichneten Memorandum of Understanding (MoU) zwischen Kanada und Chile erzielt wurden. Das Abkommen befasst sich mit kritischen Mineralien und der nachhaltigen Gewinnung von Rohstoffen und Metallen. Es umfasst Maßnahmen zur Förderung von Innovation, Qualifikation und kommerziellen Kooperationen.

„Indem wir die Zusammenarbeit mit Chile und weiteren Staaten auf dem amerikanischen Kontinent intensivieren, diversifiziert Kanada seine internationalen Partner, erschließt verlässliche Absatzmärkte für unsere Mineralien und Firmen, festigt die Lieferketten für kritische Rohstoffe und sichert langfristigen wirtschaftlichen Wohlstand und Stabilität für die Kanadier“, so Guay in einer am 28. August veröffentlichten Erklärung.

Ausblick: Diversifikation als strategisches Ziel

Für Kanada ist die strategische Allianz mit Chile Teil einer umfassenderen Strategie, um angesichts globaler Unsicherheiten und sich verändernder Handelsbeziehungen das eigene Partnernetzwerk zu verbreitern. Die zunehmenden Verflechtungen beider Länder verdeutlichen, dass Rohstoffentwicklung und Handel zunehmend auf stabilen und verlässlichen Partnerschaften fußen.

Für deutsche Anleger ist diese Neuausrichtung von Interesse, da sie die globalen Lieferketten für strategische Mineralien beeinflusst. Kanada und Chile zählen zu den bedeutendsten Rohstoffnationen der Welt. Eine Intensivierung ihrer Kooperation könnte langfristige Folgen für die Versorgungssicherheit mit strategischen Rohstoffen haben.

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