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Rio Tinto erhält 14 Millionen Dollar für Gallium-Projekt in Kanada

Der Bergbaukonzern baut eine Pilotanlage in Quebec und stärkt damit die nordamerikanische Lieferkette für kritische Mineralien.

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Rio Tinto erhält 14 Millionen Dollar für Gallium-Projekt in Kanada

Rio Tinto treibt die Gewinnung von Primärgallium in Kanada voran. Die kanadische Regierung stellt dafür eine bedingte, nicht rückzahlbare Förderung von bis zu C$18,95 Millionen (rund 13,9 Millionen US-Dollar) bereit. Der Beitrag wurde im Rahmen der Global Partnerships Initiative von Natural Resources Canada genehmigt.

Zusätzlich zu den Bundesmitteln hatte die Provinzregierung von Quebec bereits C$7 Millionen zugesagt. Damit verfügt Rio Tinto über eine solide öffentliche Finanzierungsbasis für das Forschungs- und Entwicklungsprojekt. Ziel ist es, Primärgallium direkt aus den bestehenden Aluminiumoxid-Raffineriebetrieben des Konzerns in Quebec zu extrahieren.

Konkret plant Rio Tinto eine Pilotanlage in seinem Complexe Jonquière in Saguenay. Dort soll die Extraktionstechnologie in einem industriellen Umfeld erprobt und validiert werden. Der Betrieb der Anlage ist für das Jahr 2027 geplant.

Erstes Gallium bereits im Mai 2025 produziert

Einen ersten Meilenstein erreichte Rio Tinto bereits im Mai 2025: In Zusammenarbeit mit der Indium Corporation produzierte der Konzern erfolgreich sein erstes Gallium. Parallel laufen Planungen für eine Demonstrationsanlage am selben Standort mit einer Kapazität von bis zu vier Tonnen pro Jahr.

Die strategische Bedeutung des Projekts ist erheblich. Die weltweite Primärgalliumproduktion beläuft sich auf mehr als 700 Tonnen jährlich – und wird derzeit vollständig außerhalb Nordamerikas erzeugt. China dominiert den Markt und kontrolliert den Großteil der globalen Produktion.

Bis zu 40 Tonnen pro Jahr im kommerziellen Maßstab möglich

Rio Tinto zufolge könnte eine künftige Anlage im kommerziellen Maßstab bis zu 40 Tonnen Gallium pro Jahr produzieren. Das entspräche rund 5 Prozent der weltweiten Produktion und würde die regionalen Lieferketten für dieses kritische Mineral in Nordamerika erheblich stärken.

Gallium ist ein unverzichtbarer Rohstoff für Halbleiter, Solarzellen und moderne Kommunikationstechnologien wie 5G. Die westlichen Industrienationen bemühen sich intensiv, ihre Abhängigkeit von chinesischen Lieferanten zu reduzieren. Das Projekt von Rio Tinto in Quebec könnte dabei eine wichtige Rolle spielen.

Rio TintoGalliumKanadaKritische MineralienQuebec

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