Nahost-Konflikt treibt Ölpreis – Asiens Börsen unter Druck
Eskalierende Spannungen im Nahen Osten lassen die Rohölpreise kräftig steigen und belasten asiatische Aktienmärkte spürbar.

Der Nahostkonflikt sorgt an den globalen Finanzmärkten für erhebliche Turbulenzen. Die Ölpreise zogen am Dienstag deutlich an: WTI-Rohöl verteuerte sich um 2,2 Prozent auf 101,80 US-Dollar je Barrel, während Brent-Öl um 2,6 Prozent auf 115,50 Dollar kletterte. Investoren fürchten, dass eine weitere Eskalation des Konflikts die globalen Öllieferketten empfindlich stören könnte.
Asiatische Aktienmärkte reagierten mit deutlichen Verlusten. Der japanische Nikkei-Index verlor 4,6 Prozent und verzeichnete damit den stärksten Rückgang in der Region. Der südkoreanische Kospi gab um 3,8 Prozent nach, der Hongkonger Hang Seng Index fiel um 1,8 Prozent und der australische S&P/ASX 200 sank um 1,25 Prozent. Anleger befürchten, dass der Krieg das globale Wirtschaftswachstum nachhaltig bremsen könnte.
Fluggesellschaften besonders unter Druck
Besonders hart traf es asiatische Fluggesellschaften, die unter dem Anstieg der Kerosinpreise leiden. China Eastern Airlines verlor 3,52 Prozent, ein weiterer Carrier büßte sogar 5,1 Prozent ein. Air China gab um 4,2 Prozent nach, Singapore Airlines sank um 1,05 Prozent. Hohe Treibstoffkosten belasten die ohnehin engen Margen der Luftfahrtbranche erheblich.
Die geopolitische Lage spitzte sich weiter zu, als das Wall Street Journal unter Berufung auf US-Beamte berichtete, Präsident Trump erwäge eine Militäroperation zur Sicherstellung von fast 1.000 Pfund Uran aus dem Iran. Es handele sich um eine komplexe und riskante Mission, bei der US-Streitkräfte voraussichtlich mehrere Tage oder länger im Land bleiben müssten. Eine solche Operation würde die Spannungen in der Region erheblich verschärfen.
Huthi-Rebellen weiten Angriffe auf Israel aus
Zusätzlich meldeten sich die jemenitischen Huthi-Rebellen zu Wort und bekannten sich zu einem zweiten Angriff auf Israel innerhalb von 24 Stunden. Die vom Iran unterstützte Gruppe signalisiert damit eine wachsende aktive Beteiligung am Konflikt. Für Anleger weltweit bedeutet dies eine anhaltend hohe Unsicherheit, die Rohstoffmärkte und Aktienbörsen gleichermaßen belasten dürfte.
