ANZEIGE

Kohleboom erreicht Rekordniveau: Rohstoffmärkte zwischen Krise und US-Börsenschwäche

Die IEA prognostiziert für 2026 einen Rekord-Kohleverbrauch von 8,94 Milliarden Tonnen, ausgelöst durch die Blockade der Straße von Hormus und steigende Gaspreise. Während die Rohstoffmärkte von dieser Entwicklung profitieren, geraten die US-Börsen durch

2 Min
Kohleboom erreicht Rekordniveau: Rohstoffmärkte zwischen Krise und US-Börsenschwäche

Die aktuellen geopolitischen Verwerfungen im Nahen Osten bestimmen das Geschehen an den internationalen Finanzmärkten und sorgen für eine gespaltene Entwicklung bei Rohstoffen und Aktien. Während die Sperrung der Straße von Hormus infolge der Auseinandersetzungen mit dem Iran die Energieversorgung massiv beeinträchtigt, sehen sich die US-Börsen mit wiederauflebenden Inflationsängsten und wachsender Unsicherheit konfrontiert.

Wie die Internationale Energieagentur (IEA) mit Sitz in Paris mitteilt, hat die Blockade der Meerenge zu einem drastischen Einbruch der Flüssiggas-Transporte geführt. Die Folge sind stark gestiegene Gaspreise, weshalb zahlreiche Staaten vermehrt auf Kohle zur Stromproduktion zurückgreifen.

Historischer Höchststand beim Kohleverbrauch

Als Reaktion darauf hat die IEA ihre Erwartungen für die globale Kohlenachfrage angehoben: Statt des zunächst prognostizierten leichten Rückgangs wird für das Jahr 2026 nun ein Plus von 1,2 Prozent auf einen neuen Rekordwert von 8,94 Milliarden Tonnen erwartet. Insbesondere in Europa, Japan, Korea und China fällt der Verbrauch höher aus als bislang angenommen.

Ob sich diese Entwicklung 2027 fortsetzt, hängt wesentlich von der Dauer der Blockade ab. Die Kohlepreise haben auf diese Lage bereits mit deutlichen Preissteigerungen reagiert.

Wall Street mit dritter Verlustserie in Folge

Zeitgleich erlebte die Wall Street den dritten Handelstag mit Kursverlusten in Serie. Der Dow Jones gab um 0,77 Prozent nach, der S&P 500 verzeichnete ein Minus von 0,48 Prozent und der Nasdaq rutschte um 0,64 Prozent ab. Auslöser war unter anderem der Anstieg der Ölnotierungen über die psychologisch bedeutsame Hürde von 100 US-Dollar je Barrel.

Diese Preisbewegung schürt erneut Inflationsbefürchtungen und belebt die Diskussion um mögliche weitere Zinsanhebungen durch die US-Notenbank Fed, unmittelbar bevor neue Verbraucherpreisdaten veröffentlicht werden.

Strategien für Rohstoffanleger in turbulenten Zeiten

In diesem von Unsicherheit geprägten Marktumfeld sind Anleger vermehrt auf der Suche nach soliden Einstiegsmöglichkeiten. Fachleute weisen darauf hin, dass Analysten-Kursziele nicht losgelöst betrachtet werden sollten, da sie durch einzelne optimistische Prognosen verzerrt sein können. Eine aussagekräftige Bewertung erfordert die Verknüpfung der Anzahl der beobachtenden Analysten, des Konsens-Ratings (beispielsweise „Strong Buy“) sowie des impliziten Kurspotenzials.

Darüber hinaus wird angeraten, quantitative Bewertungsmodelle wie den „Fair Value“ heranzuziehen, um den fundamentalen Wert einer Aktie zu überprüfen.

Als Beispiele für Titel mit hoher Analysten-Zustimmung werden Yum China Holdings und Nvidia genannt. Yum China konnte im zweiten Quartal 2026 ein kräftiges Umsatzplus von 13 Prozent sowie eine hohe Expansionstate vorweisen; Analysten sehen ein Aufwärtspotenzial von 43,3 Prozent.

NVIDIA bleibt der führende Anbieter im Bereich Künstliche Intelligenz: Mit einem Umsatzwachstum von 106 Prozent im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2027 und einer starken Position im Rechenzentrumsgeschäft erhält das Unternehmen ein „Strong Buy“-Rating von 57 Analysten, was einem impliziten Kurspotenzial von 40,8 Prozent entspricht.

Hinweis: Dieser Bericht dient ausschließlich Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung oder Aufforderung zum Erwerb von Wertpapieren dar. Investitionen an den Kapitalmärkten sind mit erheblichen Risiken verbunden.

EnergiekriseKohleboomIEAStraße Von HormusUs-AktienmarktÖlpreisInflationFedNVIDIA

Meistgelesene News

  1. BRICS-Staaten fordern Ende der Sanktionen – Auswirkungen auf Rohstoffmärkte
  2. USA Rare Earth startet 1,2-Milliarden-Dollar-Magnetwerk in South Carolina
  3. Zentralbanken benötigen über 20.000 Tonnen Gold für optimale Reservequote
  4. Trumps Exportbremse: Droht ein US-Verbot für Diesel und Benzin?
  5. Talon Metals gibt Pläne für Erzverarbeitung in North Dakota auf

Disclaimer