Indien: Stahlpreise auf Vierjahreshoch – Kokskohle treibt Kosten
Die indischen Stahlpreise steigen auf ein Vierjahreshoch, getrieben von robuster Nachfrage und massiv gestiegenen Kokskohlekosten, wobei weitere Aufschläge von bis zu 3.500 Rupien je Tonne erwartet werden.

Die indischen Stahlnotierungen klettern weiter nach oben. Im August und Anfang September legten sie um rund 4.000 Rupien je Tonne zu und markierten damit den höchsten Stand seit vier Jahren. Als Hauptgründe gelten die nach der Monsunzeit wiederbelebte Nachfrage aus der Infrastruktur- und Automobilbranche sowie die deutlich gestiegenen Bezugspreise für Kokskohle, die einen wesentlichen Inputfaktor darstellt. Marktbeobachter prognostizieren in den nächsten Wochen zusätzliche Preisaufschläge von bis zu 3.500 Rupien pro Tonne.
Indien rangiert hinter China an zweiter Stelle der weltweiten Roheisenproduktion. Der heimische Stahlabsatz wird überwiegend von der Bauwirtschaft und der Autoindustrie bestimmt, die nach der Regenzeit erfahrungsgemäß verstärkt ordern. Hinzu kommen geplante Stillstände großer Hüttenwerke für Wartungsarbeiten, wodurch das Angebot am Kassamarkt zusätzlich knapper wird. Die Rohstoffberatung BigMint verweist zudem auf geringe Vorräte der Händler, die den Preisanstieg begünstigten.
Kokskohle-Kosten belasten, treiben aber Margen
Die Verteuerung von Kokskohle hat die Kosten der Stahlhersteller spürbar ansteigen lassen. Da dieser Rohstoff einen erheblichen Teil der Gesamtausmachung ausmacht, legen die Werke die höheren Aufwendungen auf die Kunden um. „Wir gehen davon aus, dass die Stahlpreise in den nächsten Wochen um rund 3.500 Rupien pro Tonne anziehen werden
