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Kobaltmarkt steuert auf Defizit zu

Elektroautos treiben Nachfrage – Indonesien gewinnt Marktanteile von der DR Kongo

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 Kobaltmarkt steuert auf Defizit zu

Die weltweite Nachfrage nach Kobalt wird in den kommenden Jahren stärker steigen als das Angebot. Das geht aus einer neuen Analyse des Cobalt Institute hervor. Demnach wird sich das derzeitige Überangebot auf dem Markt allmählich verringern, bis es in den frühen 2030er-Jahren zu einem Defizit kommt. Aktuell ist das Jahr 2024 von einem Kobaltüberschuss in Höhe von 36.000 Tonnen geprägt, was 15 Prozent der Nachfrage entspricht. Im Vorjahr lag der Überschuss noch bei 25.000 Tonnen.

Kurzfristig hängt die Entwicklung des Kobaltmarktes stark von der weiteren Strategie der Demokratischen Republik Kongo (DRK) ab. Das zentralafrikanische Land ist derzeit der weltweit größte Produzent des für Lithium-Ionen-Batterien benötigten Metalls, das unter anderem in Elektrofahrzeugen eingesetzt wird. Die DRK hatte Ende Februar ein viermonatiges Exportverbot verhängt, um dem Überangebot entgegenzuwirken. Dieses Verbot führte zu einem Preisanstieg von 60 Prozent, wodurch der Kobaltpreis auf 16 US-Dollar pro Pfund stieg.

Unabhängig vom Exportverbot erwartet das Cobalt Institute in den kommenden Jahren ein durchschnittliches jährliches Wachstum der globalen Kobaltproduktion von fünf Prozent. Dabei wird die Dominanz der Demokratischen Republik Kongo allmählich zurückgehen. Hielt das Land im vergangenen Jahr noch einen Anteil von 76 Prozent an der weltweiten Primärkobaltproduktion, soll dieser Anteil bis 2030 auf 65 Prozent sinken. Gleichzeitig wird Indonesien seine Produktion deutlich steigern und seinen Marktanteil von 12 Prozent im Jahr 2024 auf 22 Prozent im Jahr 2030 erhöhen.

Die Nachfrage nach Kobalt wird voraussichtlich noch schneller steigen als das Angebot. Laut der Studie ist ein jährliches Nachfragewachstum von sieben Prozent zu erwarten. Bis Anfang der 2030er-Jahre wird ein weltweiter Bedarf von rund 400.000 Tonnen prognostiziert. Zum Vergleich: Im Jahr 2023 lag der Kobaltverbrauch bei 222.000 Tonnen. Haupttreiber der steigenden Nachfrage ist die Elektromobilität. Im Jahr 2030 sollen Elektrofahrzeuge für 57 Prozent der weltweiten Kobaltnachfrage verantwortlich sein. Im Jahr 2024 liegt dieser Anteil noch bei 43 Prozent. Andere Anwendungsbereiche wie Mobiltelefone, Laptops, Superlegierungen und industrielle Anwendungen wachsen dagegen langsamer.

KobaltTechnologieIndustrieBergbauRohstoffe

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