ANZEIGE

Iran-Krieg treibt Stagflationsrisiken weltweit in die Höhe

Zwei Monate nach Kriegsbeginn bedroht die Sperrung der Straße von Hormus die Weltwirtschaft mit Stagflation und steigenden Rezessionsrisiken.

•• 3 Min
Iran-Krieg treibt Stagflationsrisiken weltweit in die Höhe

Die anhaltende Sperrung der Straße von Hormus infolge des Iran-Krieges versetzt die Weltwirtschaft in zunehmende Bedrängnis. Zwei Monate nach Kriegsbeginn kämpfen Finanzmärkte und Volkswirtschaften weltweit mit einer toxischen Mischung aus verlangsamtem Wachstum und hoher Inflation – klassische Merkmale einer Stagflation. Analysten warnen, dass das Rezessionsrisiko für energieimportierende Regionen mit jedem weiteren Tag der Blockade wächst.

„Die Wahrscheinlichkeit einer Rezession in Europa, Großbritannien und Teilen Asiens ist höher, als es in den Aktienmärkten eingepreist ist", sagte Mike Bell, Leiter der Marktstrategie bei RBC BlueBay. Rohöl der Sorte Brent wird derzeit bei rund 112 US-Dollar pro Barrel gehandelt – mehr als 50 Prozent über dem Vorkriegsniveau. Auch die Gas- und Düngemittelpreise sind stark gestiegen, Länder wie Schweden warnen bereits vor möglichen Engpässen bei Kerosin.

Die US-Großbank Citi zieht ein Negativszenario in Betracht, bei dem Brent bis Jahresende auf 120 Dollar steigt. Dies würde das globale Wachstum auf 1,5 bis 2 Prozent drücken und die Gesamtinflation auf nahezu 5 Prozent anheben. JPMorgan-CEO Jamie Dimon erklärte diese Woche, dass das Worst-Case-Szenario einer Stagflation weiterhin bestehe.

Europa besonders verwundbar

Die Auswirkungen des Schocks variieren je nach regionaler Abhängigkeit von den Energieströmen durch die Straße von Hormus. Europa trifft es besonders hart: Die Eurozone-Inflation nähert sich laut Erwartungen der Marke von 3 Prozent, während rückläufige Geschäftstätigkeit, strengere Kreditvergabekriterien der Banken und steigende Inflationserwartungen wachsenden Druck signalisieren.

Für Deutschland ist die Lage besonders ernst. Das IMK-Institut sieht eine Wahrscheinlichkeit von 34 Prozent, dass die größte Volkswirtschaft der Eurozone im zweiten Quartal in eine Rezession abrutscht – gegenüber lediglich 12 Prozent im März. Carsten Brzeski, Chefvolkswirt der ING, warnt, dass ein weiterer Monat mit Unterbrechungen in der Straße von Hormus wahrscheinlich zumindest eine technische Rezession in der Eurozone auslösen würde.

Großbritannien sticht mit einer besonders starken Straffung der Finanzierungsbedingungen hervor. Die Renditen zweijähriger britischer Staatsanleihen sind seit Kriegsbeginn um 90 Basispunkte gestiegen. Der IWF verpasste dem Vereinigten Königreich die stärkste Herabstufung der Wachstumsprognose unter den reichen Volkswirtschaften. Die Aktienmärkte spiegeln die Sorgen wider: In der Eurozone liegen die Börsen 4 Prozent im Minus, in Großbritannien sogar 5 Prozent, während US-Aktien zulegen konnten.

USA mit Inflationsproblem, Asien trägt die Hauptlast

In den USA stellt sich die Lage differenzierter dar. Mohit Kumar, Chefökonom für Europa bei Jefferies, betont: „Die Inflation wird in den USA immer noch höher sein, aber das ist eine Folge des Ölpreises; die Auswirkungen auf das Wachstum sind in den USA viel geringer als in Europa." Die Inflationserwartungen der US-Verbraucher für das kommende Jahr stiegen im April von 3,8 auf 4,7 Prozent. Die US-Geschäftstätigkeit zog im April zwar an, doch die Verkaufspreise stiegen sprunghaft.

Asien trägt die Hauptlast der Krise. Der Kontinent nimmt üblicherweise rund 80 Prozent der Ölexporte aus dem Golf und 90 Prozent der LNG-Lieferungen ab. Teile Süd- und Südostasiens kämpfen bereits mit Energieengpässen. Ausländische Investoren ziehen sich aus Thailand zurück, die Philippinen gehören zu den am stärksten betroffenen Ländern, und indische Unternehmen geraten unter Druck. Die Bank of Japan hob ihre Inflationsprognosen an und scheint bereit, die Zinsen zu erhöhen.

China bildet die auffälligste Ausnahme. Gestützt auf reichliche Ölreserven und einen diversifizierten Energiemix wuchs die Volksrepublik im ersten Quartal um 5 Prozent. Investoren setzen auf chinesische Batterie- und Elektroautohersteller, und die niedrige Inflation hat chinesischen Anleihen Auftrieb gegeben, während andere Anleihemärkte unter Druck standen. Dennoch ist auch China nicht immun: Höhere Energiekosten könnten die ohnehin geringen Margen der Industriebetriebe schmälern, gerade wenn sich die weltweite Nachfrage nach chinesischen Exporten verlangsamt.

StagflationIran-KriegStraße Von HormusÖlpreisRezession EuropaEnergiekriseInflation

Meistgelesene News

  1. Gasnotierungen legen zu: Kälteprognosen stützen die europäischen Energiebörsen
  2. Moskau greift ukrainische Energieinfrastruktur an – elf Tote bei Raketenbeschuss
  3. Transition Metals vergrößert Haultain-Goldstruktur und markiert frische Bohraussichten in Ontario
  4. Ukraine-Getreidekonflikt: EU-Bauern bremsen geopolitische Ambitionen aus
  5. Bohrerfolge bei Pamour: Discovery Mining erweitert Goldressource deutlich

Disclaimer


Wichtiger Hinweis auf bestehende Interessenkonflikte:

Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass im Rahmen dieser Publikation Interessenkonflikte bestehen:

1. Die Stock Market Media Ltd. und ihr nahestehende Personen besitzen Aktien der hier empfohlenen Gesellschaften und beabsichtigen, diese im Rahmen und zu jedem Zeitpunkt dieser Empfehlung zu verkaufen. Hierin besteht ein eindeutiger und konkreter Interessenkonflikt.

2. Der Herausgeber dieser Publikation, sowie die verantwortlichen Redakteure erhalten für die Erstellung eine finanzielle Vergütung. Auch hierin besteht ein eindeutiger und konkreter Interessenkonflikt.

3. Beachten Sie auch die weitergehenden Ausführungen zu bestehenden Interessenkonflikten im nachfolgenden Disclaimer, u.a. unter Ziff. 2.

Disclaimer

Wichtige Informationen und Pflichtmitteilungen gemäß Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) sowie gemäß Finanzanlageverordnung (FinAnV).

Stock Market Media Ltd. (Rohstoffaktien.news) hat ihre Tätigkeit als Ersteller von Anlagestrategieempfehlungen im Sinne des Artikels 3 Absatz 1 Nummer 34 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 oder von Anlageempfehlungen im Sinne des Artikels 3 Absatz 1 Nummer 35 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014, (bisher „Finanzanalysen“) der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht („BaFin“) gemäß WpHG angezeigt. Die Pflichten der Stock Market Media Ltd. (Rohstoffaktien.news) regeln sich primär nach den §§ 85, 86 WpHG, der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 und der Delegierten Verordnung (EU) 2016/958.

Angaben über den/die Ersteller dieser Publikation: Verantwortlich für die Erstellung der Texte und Inhalte dieser Publikation ist Herr Roberto Gonçalves de Albuquerque, als Analyst und Chefredakteur. Herausgeber ist die Stock Market Media Ltd., 405 Kings Road, Flat 600, London, SW10 0BB, Vereinigtes Königreich, vertreten durch den Director Roberto Gonçalves de Albuquerque.

Wichtige Hinweise zur Erstellung dieser Veröffentlichung: Diese Veröffentlichung enthält sowohl Tatsachen und Fakten zu den besprochenen Unternehmen, als auch rein subjektive Werturteile, Interpretationen, Schätzungen, Hochrechnungen, Vorhersagen und Preisziele. Diese versuchen wir, möglichst transparent voneinander abzugrenzen, um irreführende Angaben zu vermeiden. Recherche, Aufbereitung und Formulierung erfolgen dabei unter Einsatz gängiger digitaler und KI-gestützter Hilfsmittel; die inhaltliche Prüfung und die redaktionelle Verantwortung liegen bei uns. Die wesentlichen Grundlagen und Maßstäbe unserer Werturteile und Bewertungen, der besprochenen Aktien, basieren auf folgender Vorgehensweise:

Beurteilung und Bewertung von Unternehmen nach herkömmlichen Bewertungsmethoden (grundlegender Bewertungsansatz)

  • Einschätzung des Potentials der zukünftigen Unternehmensentwicklung (Wachstumsansatz) und Hochrechnung auf das entsprechende Bewertungspotential (Kurs-Potential-Analyse) sowie einer möglichen Unternehmens-Aktien-Bewertung aufgrund potentieller Gewinnerwartungen (KGV Hochrechnung)
  • Einschätzung des von uns erwarteten Best-Case-Szenarios im absoluten Erfolgsfall des Unternehmens (Blue-Sky-Potential-Ansatz)
  • Effekt der von uns erwarteten, gesteigerten Bekanntheit der empfohlenen Aktie auf den Aktienkurs durch einen starken Anstieg der Nachfrage am Markt (insbesondere maßgeblich bei marktengen oder neu bzw. erstmals empfohlenen Aktien) aufgrund der von uns oder Dritten veröffentlichten Publikationen (meistens Kaufempfehlungen), (Multiplikator- / Momentum-Effekt, Hype), dadurch überproportional steigende Rendite/Aktienkurs bei entsprechend steigendem Risiko
  • Technische Analyse des Aktienkurses gemäß gängiger Analyse-Methoden, meist zur Voraussage von Kurs-Signalen (Kauf- oder Verkaufssignal, Ausbruch der Aktie, Festlegung von Kurszielen, Unterstützungs- oder Widerstandsbereichen, erwarteten Mindestbewegungen oder Mindest-Gegenbewegungen, Voraussage von Signalpunkten (wenn-dann), etc.), größtenteils auf der erwarteten Massenpsychologie aufbauend. (technischer Ansatz).

Herkömmliche Bewertungsansätze sind bei jungen oder noch umsatzlosen Unternehmen oft schlecht sinnvoll anwendbar. Daher stützen wir uns bei der Bewertung von solchen Unternehmen tendenziell auf die von uns errechnete Potential-Analyse, sowie die Einschätzung der Nachfrage nach solchen Aktien am Kapitalmarkt. Letztendlich entscheidet der Markt über den Aktienkurs eines Unternehmens. Entsteht durch umfangreiche Empfehlungen einer Aktie, eine exzessive Nachfrage nach dieser, ist es möglich, dass der Aktienkurs bei einem hohen Handelsvolumen überdurchschnittlich steigt. Dies führt zwar zu extremen Gewinnmöglichkeit, erhöht jedoch entsprechend das Risiko einer Blasenbildung mit entsprechendem Kursrückgang. Durch die gesteigerte Volatilität der Aktie in solchen Situationen ergeben sich überdurchschnittliche Gewinn- und Verlustmöglichkeiten, sowohl in beide Handelsrichtungen als auch bei wiederkehrenden Gegenbewegungen. Auch solche Marktentwicklungen sind ein wichtiger Teil unserer Handelsempfehlungen und Bewertungsansätze. Diese Publikation befasst sich ausschließlich mit überdurchschnittlich volatilen Werten mit hohem Gewinn- und auch Verlustpotential.

Hinweis zu Informationsquellen: Die Zuverlässigkeit von Informationsquellen wird von uns vor deren Verwendung ausführlich geprüft und von uns entsprechend ihrer Glaubwürdigkeit und Bedeutung subjektiv bewertet. Dabei entscheiden wir nach eigenen Maßstäben, welche Quellen wir für relevant, zu konservativ oder zu optimistisch halten. Letztendlich legen wir unsere Empfehlungen aufgrund unserer persönlichen Einschätzungen fest. Bei der Informationsbeschaffung greifen wir auf zahlreiche öffentlich zugängliche Quellen zurück wie z.B. Pressemitteilungen, Ad-Hoc-Mitteilungen, Unternehmensmeldungen, Firmenpräsentationen, Publikationen und Artikeln zum besprochenen Unternehmen, gängige Finanzmedien im In- und Ausland sowie auf Unternehmens- oder Branchen-Analysen Dritter. In unseren Publikationen werden ausschließlich öffentlich verfügbare Informationen und Quellen, sowie vom Unternehmen selbst verbreitete Informationen verwendet.

Hinweis zu bestehenden Interessenkonflikten: Wir weisen hiermit darauf hin, dass Gesellschafter, Redakteure, Mitarbeiter sowie Personen bzw. Unternehmen die an der Erstellung dieser Veröffentlichung beteiligt sind, sowie Auftraggeber (Dritte) der Publikation von Stock Market Media Ltd. (Rohstoffaktien.news) zum Zeitpunkt dieser Veröffentlichung direkt oder indirekt Anteile an Wertpapieren, welche im Rahmen der jeweiligen Publikation besprochen werden, halten. und daher an einer Kurs- und/oder Umsatzsteigerung, d.h. auch einer erhöhten Handelsliquidität interessiert sind, da die Absicht besteht, in unmittelbarem Zusammenhang mit dieser Veröffentlichung diese Wertpapiere zu verkaufen und an steigenden Kursen und Umsätzen zu partizipieren. Ein Kurszuwachs der Aktien der vorgestellten Unternehmen kann zu einem Vermögenszuwachs bei diesen Personen führen. Durch die Besprechung des Unternehmens können jedenfalls der Aktienkurs des Unternehmens erheblich beeinflusst werden. Insbesondere wird auch durch Wertpapiertransaktionen der Aktienkurs der besprochenen Unternehmen maßgeblich beeinflusst. Dies gilt insbesondere, wenn es sich um Unternehmen handelt deren Aktien keine breite Marktkapitalisierung haben und bei denen nur ein enger Markt besteht. Hier können auch nur geringe Auftragsvolumen erhebliche Auswirkungen auf die Kurse haben. Sie sind aber auch daran interessiert, dass der Kurs des besprochenen Unternehmens sinkt, wenn sie deren Aktien günstiger erwerben wollen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen. Stock Market Media Ltd. (Rohstoffaktien.news) und seine Mitarbeiter werden zudem für die Vorbereitung, elektronische Verbreitung und Veröffentlichung dieser Publikation sowie für andere Dienstleitungen entgeltlich entlohnt. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen. Diese Vergütung kann durch das Unternehmen über das die Stock Market Media Ltd. (Rohstoffaktien.news) Informationen veröffentlicht, durch mit diesen Unternehmen verbundene Dritte oder sonstige Dritte, die ein Interesse in Bezug auf die im Zusammenhang mit dieser Veröffentlichung besprochenen Unternehmen verfolgen, erfolgen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen. Dieser wird zunächst dadurch begründet, dass die Stock Market Media Ltd. (Rohstoffaktien.news) im Interesse ihres Auftraggebers ihre Ausführungen vornehmen könnte. Die Stock Market Media Ltd. (Rohstoffaktien.news) und/oder mit ihr verbundene Unternehmen haben mit der gegenständlichen Gesellschaft bzw. mit deren Aktionären eine kostenpflichtige Vereinbarung zur Erstellung der redaktionellen Besprechung getroffen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Hinweis zur Handhabe der internen Organisationspflichten: Aufgrund der geringen Unternehmensgröße des Herausgebers, ist eine interne Kontrolle der Compliance Prozesse der an dieser Publikation mitwirkenden Mitarbeiter und sonstigen Beteiligten überschaubar.

Verantwortliche Aufsichtsbehörde: Die Stock Market Media Ltd. hat ihre Tätigkeit gemäß § 86 WpHG bei der BaFin angezeigt.