ANZEIGE

Iran-Konflikt macht USA zur sichersten Ölmacht der Welt

Während die Straße von Hormus zwischen Öffnung und Schließung schwankt, profitieren amerikanische Energieproduzenten als sichere Alternative.

2 Min
Iran-Konflikt macht USA zur sichersten Ölmacht der Welt

Die geopolitischen Spannungen rund um den Iran und die Straße von Hormus rücken die USA als globale Energiemacht in den Fokus. Trumps Botschaft lautet klar „Buy American": Die Vereinigten Staaten verfügen über reichlich Brennstoffe und positionieren sich als sichere Alternative zu den Öllieferanten am Persischen Golf.

Die Lage rund um die strategisch bedeutende Meerenge bleibt dabei äußerst volatil. Der iranische Außenminister Abbas Araghchi äußerte sich am Freitag zunächst dahingehend, dass die Straße von Hormus wieder offen sei. Nur einen Tag später, am Samstag, erklärte der Iran jedoch, die Meerenge zu schließen – und zwar solange, bis die USA ihre Blockade iranischer Schiffe und Häfen beenden. Präsident Donald Trump bestand darauf, dass die Blockade bestehen bleibt.

Die Straße von Hormus ist eine der wichtigsten Schifffahrtsrouten der Welt. Rund 20 Prozent des global gehandelten Öls passieren diese enge Meerenge zwischen dem Iran und Oman. Eine Schließung hätte weitreichende Folgen für die globale Energieversorgung und die Ölpreise – und würde gleichzeitig den Druck auf alternative Lieferanten erhöhen.

Waffenstillstand läuft am 22. April aus

Ein weiterer kritischer Faktor ist der bevorstehende Ablauf des Waffenstillstands zwischen den USA und dem Iran am 22. April. Damit steht die internationale Gemeinschaft vor einer erneuten Eskalationsgefahr, sollten keine diplomatischen Fortschritte erzielt werden. Der Status der Meerenge bleibt damit vorerst ungewiss.

Trotz dieser Unsicherheiten sendet der Aktienmarkt ein klares Signal. Der Nasdaq legte in der vergangenen Woche kräftig zu und übertraf dabei sogar Gold – ein Zeichen dafür, dass Investoren offensichtlich an ein Ende des Konflikts glauben. Risikoaverse Anleger hatten zuletzt verstärkt auf Gold als sicheren Hafen gesetzt; die Outperformance des Nasdaq deutet nun auf eine Stimmungsverschiebung hin.

USA als Gewinner der Energieunsicherheit

Kenneth Rapoza, Analyst bei der Coalition for a Prosperous America – einer Organisation, die US-Produzenten und Arbeitnehmer vertritt –, sieht in der aktuellen Lage eine strategische Chance für amerikanische Energieproduzenten. Die These: Je unsicherer die Versorgung aus dem Nahen Osten wird, desto attraktiver werden US-amerikanische Energiequellen für internationale Abnehmer.

Für deutsche und europäische Anleger ist diese Entwicklung von besonderer Relevanz. Europa bezieht nach wie vor erhebliche Mengen an Energie aus dem Nahen Osten und ist damit direkt von Störungen in der Region betroffen. Eine dauerhafte Destabilisierung der Straße von Hormus würde die Energiekosten in Europa in die Höhe treiben und den Druck erhöhen, alternative Lieferanten – darunter auch US-amerikanisches Flüssiggas (LNG) – stärker in Anspruch zu nehmen.

Die aktuelle Krise zeigt einmal mehr, wie eng Geopolitik und Energiemärkte miteinander verknüpft sind. Anleger sollten die Entwicklungen rund um den 22. April und den Ablauf des Waffenstillstands genau im Blick behalten, da dieser Termin kurzfristig für erhebliche Marktbewegungen sorgen könnte.

Iran KonfliktStraße Von HormusUsa ÖlmachtEnergiemarktNasdaqÖlpreisTrump BlockadeGeopolitik Energie

Meistgelesene News

  1. Geheimmission auf dem Bosporus: Schattenflotte-Tanker mit russischem Öl unterwegs
  2. Millennium Silver leitet Drohnenvermessung bei Nevada-Silberprojekt ein
  3. Mais-Futures unter Druck: Dollarstärke und Rekordernte belasten die Preise
  4. USA Rare Earth startet 1,2-Milliarden-Dollar-Magnetwerk in South Carolina
  5. Trumps Exportbremse: Droht ein US-Verbot für Diesel und Benzin?

Disclaimer